„Wählen gehen und damit Stärke zeigen“. Kammertag / Landwirtschaftskammer-Präsident Hermann Schultes appellierte beim Kammertag, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 11. Februar 2015 (06:04)
NOEN, Christian Eplinger
Präsident Hermann Schultes hielt beim Kammertag das Hauptreferat.
Über 7.000 Kammermitglieder wählen am 1. März wieder ihre Interessenvertretung. Im Bezirk Scheibbs normalerweise – so wie in Niederösterreich generell – eine „g’mahte Wiesn’“ für den NÖ Bauernbund. Bei den Wahlen 2010 verlor die ÖVP zwar sechs Prozent gegenüber 2005, dennoch kommen 35 der 38 Kammerräte im Bezirk vom schwarzen Bauernbund (89,3 Prozent).

Und auch die Kammerspitze, mit Obmann Anton Krenn aus Scheibbs sowie den beiden Stellvertretern Veronika Schadenhofer aus Oberndorf und Erich Adelsberger aus Randegg, ist fest in ÖVP-Händen.

Freiheitliche Bauern haben zwei Mandate zu verteidigen

Krenn führt den Bauernbund auch am 1. März als Spitzenkandidat in die Wahlen. Als neue Stellvertreter im Bezik sind die Purgstaller Gebietsbäuerin Maria Zulehner und Franz Aigner aus Lunz vorgesehen (die NÖN berichtete).

Die Freiheitlichen Bauern haben im Bezirk zwei Mandate zu verteidigen, wovon in der noch laufenden Periode allerdings nur eines besetzt ist. Denn die 6,1 Prozent bei den Wahlen 2010 kamen selbst für FPÖ-Kandidat Herbert Höllmüller aus Wang überraschend. Er war der einzige Kandidat auf der Freiheitlichen Liste. Daher gibt es heuer auch ein Wahlbündnis zwischen Freiheitlichen und Unabhängigen Bauern (Bericht Seite 11).

Zumindest ihr Mandat halten will SPÖ-Landesbäuerin Hildegard Glinz aus St. Georgen/Leys. Bei den letzten Kammerwahlen fehlten nur 21 (2010) beziehungsweise zwölf (2005) Stimmen auf das zweite Mandat.

Steigerung der Wahlbeteiligung als gemeinsames Ziel

Ein Ziel verfolgen aber alle drei Parteien gemeinsam: Die Steigerung der Wahlbeteiligung. Daher kam beim Kammertag am Freitag in Purgstall, bei dem die Wahl nur kurz erwähnt wurde, auch von Landwirtschaftskammer-Präsident Hermann Schultes ein entsprechender Appell an alle Kandidaten: „Motiviert die Mitglieder, zur Wahl zu gehen – egal, welche Farbe sie wählen. Aber nur eine starke Wahlbeteiligung gibt uns die Kraft, auch Stärke im Land zu zeigen“, betonte Schultes.

Mit 60,7 Prozent lag die Wahlbeteiligung im Bezirk bei den Landwirtschaftskammerwahlen 2010 deutlich unter dem Landesschnitt (66, 6 Prozent). Das soll sich am 1. März auf alle Fälle ändern.