Falschaussage: „Opfer“ bringt sich in Schwierigkeiten. Junge Frau handelte sich mit falscher Beweisaussage bei Polizei Anzeige ein.

Von Karin Katona. Erstellt am 28. November 2019 (04:32)
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Ins Auge ging die Anzeige einer jungen Frau aus St. Anton gegen ihren – damaligigen – Ex-Freund. Einem Beziehungsstreit im August war eine Anzeige gefolgt, die die beiden am vergangenen Mittwoch vor das Bezirksgericht brachte.

Sachbeschädigung in drei Fällen: Einschlagen einer Glastür, Beschädigung eines Kastens und Aufstechen eines Autoreifens hatte die St. Antonerin dem jungen Mann vorgeworfen. „Stimmt, die Glastür habe ich kaputt gemacht. Aber ich habe sie bezahlt. Und den Kasten habe ich auch repariert. Nur das mit dem Reifen, das war ich nicht“, lautete die Aussage des Angeklagten.

„Im Polizeiprotokoll sagt ihre Freundin, sie hätten auf dem Weg zum Auto ein Messer gezogen und den Reifen aufgestochen“, liest Bezirksrichter Baumschlager vor. Ein Messer, beteuerte der Angeklagte, habe er nicht dabeigehabt.

„Haben sie wirklich gesehen, dass er ein Messer gezogen hat?“, fragte der Richter das „Opfer“. „Gesehen nicht, ich bin davon ausgegangen“, gesteht die Ex. Der Angeklagte erhält eine Geldstrafe von 1.800 Euro, das „Opfer“ wird sich wegen falscher Beweisaussage selbst vor Gericht verantworten müssen.