Versuchter Diebstahl: „Ich hatte nichts mehr zu essen“. Drei Mal ging Scheibbserin ohne Geld Lebensmittel und Tierfutter einkaufen.

Von Karin Katona. Erstellt am 23. Juli 2020 (17:35)
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Fleisch, Knabbergebäck, Getränke und Katzenfutter waren die „Beute“ einer Scheibbserin, die – jeweils gegen Ende des Monats – in verschiedenen Supermärkten im Bezirk insgesamt drei Mal versuchte, Lebensmittel zu entwenden.

Einmal wurde sie auf der Straße, zweimal schon im Geschäft gestoppt. Die effektive Schadenssumme mit 19 Euro für Fleisch und Feinkost, die der Supermarkt nicht mehr zurücknehmen konnte, war recht klein.

Dass sie die schriftliche Aufforderung der Staatsanwaltschaft zur Schadenswiedergutmachung ignorierte, brachte die Frau schließlich vor Gericht. „Ich hatte Hunger und kein Geld für mich und meinen Sohn“, schilderte die Mindestsicherungsbezieherin ihre Notsituation.

„Es spricht für Sie, dass Sie den tatsächlichen und die zwei versuchten Diebstähle zugeben“, sagte Bezirksrichter Oliver Baumschlager. Weiterer Milderungsgrund: Die bisherige Unbescholtenheit der Angeklagten, erschwerend jedoch, dass die begangene Tat zweimal erneut versucht wurde. Die Geldstrafe von 200 Euro richtete sich nach dem geringen Einkommen der Angeklagten.