Wieselburger wiederholt wegen Drogendelikt vor Gericht. Drogenhandel: Angeklagter ist bereits einschlägig vorbestraft.

Von Karin Katona. Erstellt am 31. Juli 2019 (04:12)
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Ein junger Wieselburger stand bereits zum zweiten Mal wegen eines Drogendelikts vor Bezirksrichter Oliver Baumschlager. Eine weitere Anzeige liegt bereits vor.

Schon einmal war ein 24-jähriger Wieselburger wegen Drogenhandels verurteilt worden und hatte eine bedingte Haftstrafe ausgefasst. Nun stand er – in Begleitung seiner Bewährungshelferin – wieder wegen Drogenbesitzes vor Gericht. „Sie sind eigentlich hier, weil Sie zu einem Gespräch bei der Amtsärztin geladen waren und nicht erschienen sind“, klärt Bezirksrichter Oliver Baumschlager auf.

„Sie sind während der Bewährungszeit wieder mit Drogen erwischt worden – Ihnen droht der Vollzug der bedingten Haftstrafe.“ Der Angeklagte bekennt sich schuldig, die Bewährungshelferin bittet in seinem Namen um eine Verlängerung der Bewährungsfrist: „Der Beschuldigte nimmt die Bewährungshilfe gut an, eine weitere Unterstützung ist einer Haftstrafe vorzuziehen.“

Angeklagter hat bereits wieder Delikt begangen

Aus der Drogen-Spirale habe sich der junge Mann jedoch noch nicht befreien können. Bezirksstaatsanwältin Karin Samstag konfrontiert den Angeklagten mit einem weiteren einschlägigen Vorfall. „Vergangene Woche hat es wieder eine Anzeige gegen Sie gegeben. Was haben Sie dazu zu sagen?“ Nur als Zeuge sei er dort einvernommen worden. Er habe bei diesem Vorfall keine Drogen dabei gehabt, versichert der Angeklagte. „Lügen Sie mich nicht an! Im Polizeibericht werden Sie als Beschuldigter angeführt“, beharrt die Vertreterin der Anklagebehörde. „Leider haben Sie aus der Vergangenheit nichts gelernt.“

Indessen lässt der Bezirksrichter Milde walten: Der junge Mann muss nicht ins Gefängnis, muss sich aber mit einer neuerlichen, auf drei Jahre bedingten Haftstrafe von vier Wochen für das verhandelte Delikt und einer Verlängerung der ersten Bewährungsfrist auf fünf Jahre abfinden. „Ich hoffe, Sie verstehen, dass das Ihre letzte Chance ist“, gibt Bezirksrichter Oliver Baumschlager dem Angeklagten mit auf den Weg.