So kreativ sind die Kapellen. Zwölf Kapellen zeigten bei Marschmusikbewertung ihre Klasse. Die Bewerter lobten Teilnehmer.

Von Hans Karner. Erstellt am 08. Juli 2019 (16:00)

Es war wieder einmal sehr heiß beim Bezirksmusikfest des Blasmusikverbandes NÖ Arbeitsgemeinschaft Scheibbs, das am Samstag in Gresten über die Bühne ging. Zum Auftakt – und das darf man wörtlich nehmen – marschierten die teilnehmenden zwölf Musikkapellen in die Stocksporthalle von Gresten, um das Bezirksmusikfes mit der „Festival Intrade“ von Alois Wimmer festlich zu eröffnen.

Nach den Grußworte von Bezirksobmann August Prüller, des Obmannes vom Blasorchester Gresten Rudolf Füsselberger, den beiden Bürgermeistern Leopold Latschbacher und Harald Gnadenberger sowie Bezirkshauptmann Johann Seper und Landesobmann Peter Höckner lobte VP-Landtagsabgeordneter Anton Erber in seiner Festansprache die versammelten Musiker für ihr Engagement das ganze Jahr hindurch.

Viele Zuschauer und drei strenge Bewerter

Unmittelbar nach der Landeshymne begann für die Aktiven und die große Schar der Zuschauer die Marschmusikbewertung im Grestner Ortszentrum. Auf Schritt und Tritt beobachtet von den drei Bewertern Christopher Holzer, Franz Herzog und Thomas Pfaffeneder, standen die Musikkapellen auf dem Prüfstand. Was man wochenlang geprobt und einstudiert hatte, sollte nun am Punkt-X abgerufen, im richtigen Marschrhythmus und besonders drehfreudig vor den vielen Zuschauern präsentiert werden. Vor allem die kreativen Kürfiguren in der Leistungsstufe E begeisterten das Publikum.

Die besten drei Bewertungen im heurigen Jahr erhielten der Musikverein Steinakirchen mit Kapellmeister Hannes Leichtfried und Stabführer Christian Hauß, der Musikverein der Ortskapelle Gresten mit Kapellmeister Martin Grabner und Stabführer Peter Rechberger sowie der Musikverein Randegg mit Kapellmeister Gerhard Kößl und Stabführer Friedrich Schagerl.

Beim anschließenden Bezirksmusikfest in der Grestner Stocksporthalle spielten dann die Trachtenkapelle Allhartsberg, die Gruppe „PS:Reloaded“ sowie die Donautaler Böhmische groß auf.

Ergebnisse

Marschmusikbewertung:
Stufe E (mögliche erreichbare Höchstpunkte 100): Musikverein Steinakirchen (Kapellmeister Hannes Leichtfried/ Stabführer Christian Hauß) 96,5 Punkte; Musikverein Ortskapelle Gresten (Martin Grabner/Peter Rechberger) 95,5 Punkte; Musikverein Randegg (Gerhard Kößl/Friedrich Schagerl) 95,0 Punkte; Blasorchester Gresten (Thomas Karner-Vogel/Johann Lechner) 92,5 Punkte; Musikverein Lunz am See (Gerold Huber/Josef Schnabel) 92,5 Punkte; Musikverein Reinsberg (Andreas Prüller/Katrin Prüller) 92,0 Punkte.

Stufe D (90 Punkte): Musikverein Gaming (Kapellmeister Andreas Jordan/Stabführer Gerd Frosch) 84,5 Punkte; Stadtkapelle Wieselburg (Stefan Wippl) 84,5 Punkte; Werkskapelle Busatis Purgstall (Gerhard Kastenberger/ Jakob Höhlmüller) 84,0 Punkte; Musikverein Purgstall (Anton Sauprügl/Franz Streimelweger) 82,5 Punkte; Musikkapelle Lackenhof (Ernst Egger/Michaela Jagersberger) 81,0 Punkte.

Stufe C (80 Punkte): Göstling (Kapellmeister Martin Käfer/Stabführer Johann Wailzer) 72,0 Punkte.