Drei Alternativen auf einer Bühne. Gleich drei Bands standen am Samstagabend im Kulturhof auf der Bühne: KessKess, Elsa und The Fictionplay.

Von Karin Maria Heigl. Erstellt am 17. Februar 2020 (20:49)

 Der Ballonwirt Aigner in Bodensdorf präsentierte sich am Wochenende einmal mehr als Top-Bühnenwirt. Beim jüngsten Konzert am Samstagabend bekam das Publikum ein sehr abwechslungsreiches musikalisches Programm serviert und Bühnenwirt Herbert Aigner freute sich über die zahlreichen jungen Gäste. Auf der Bühne im Kulturhof standen gleich drei Bands, die mit recht unterschiedlichen Musikstilen für sehr gute Stimmung sorgten. Sie alle boten Musik abseits des Mainstreams, zeigten auf der Bühne viel Persönlichkeit und traten so überzeugend und sympathisch auf, dass man sie einfach mögen musste.

Was die drei Gruppen, die miteinander diesen hervorragenden Konzertabend gestalteten, noch gemeinsam haben, ist ihr persönlicher Bezug zur Region.
Zu der jungen Band Elsa gehören vier junge Männer - zwei davon sind aus dem Bezirk Melk: Max Zauner und Michi Stöger. Letzterer war Schüler im Francisco Josephinum und hatte einige seiner anfänglichen Bühnenerfahrungen als Jugendlicher bei den Blue Monday Night Sessions schon beim Aigner gesammelt.

Drei Bands, viele Überraschungen

Musikalisch sorgte Elsa für eine echte Überraschung. Die vier jungen Musiker bieten alles andere, als man vielleicht erwarten würde: leicht kratzigen Alternative Rock, stimmige Texte, die auch zum Nachdenken anregen und sogar ein wenig zum Mitsingen.

Beim nächsten Konzertblock des Abends wurde es ein wenig ruhiger, aber keineswegs langweilig: Die zweite Band KessKess lieferte gefälligen Schmusesound - mit Liedern über die Liebe und alles, was damit zusammenhängt. Thematisch nehmen die fünf jungen Männer durchaus auch gesellschaftliche Disharmonien in Angriff, manchmal hart, aber immer auch herzlich. Das Mostviertel ist bei KessKess in Form des Steinakirchners Simon Blankenbichler vertreten.

Den um einiges rockigeren Abschluss des Konzerts machte die Band The Fictionplay: vier Kirnberger und ein Manker, die sich vor gut zehn Jahren zu einer alternativen Indie Fuzz Pop-Band formiert haben. Sie wandeln auf den Spuren von den Rival Sons und Muse, sind eher auf FM4 als auf Ö3 zu hören und heizten bei dem Heimspiel dem Publikum ordentlich ein.