Die Finanzkraft in Gresten ist zurück. Nach Platz 57 im Vorjahr schaffte es Gresten heuer auf Platz fünf im Ranking der Gemeinden. Für die kommenden Jahre sind allerdings wieder große Investitionen geplant.

Von Anna Faltner. Erstellt am 18. August 2021 (18:17)
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Es ist immer ein Auf und Ab, aktuell aber ein großes Auf. Die Marktgemeinde Gresten schaffte heuer den Sprung auf das Bonitäts-Podest. Im Gemeinderanking 2021 winkte in diesem Jahr der fünfte Platz. Nach dem zweiten Platz im Jahr 2015 rückte die Marktgemeinde in den vergangenen Jahren etwas nach hinten. 2019 bedeutete das den 174. Platz. Seit dem Vorjahr geht es allerdings wieder steil bergauf.

„Der starke Abstieg lässt sich in den letzten Jahren vor allem mit der Kläranlage erklären. Eine Investition von dreieinhalb Millionen Euro, in manchen Jahren sind es größere Zahlungen, in anderen wieder geringere. Da fällt man dann schon um einige Plätze“, meint Bürgermeister Harald Gnadenberger. Zwar war der Abstieg bis auf Platz 174 „sehr spektakulär“, das Ergebnis wollte Gnadenberger allerdings nicht überbewerten. „Jetzt sind wir ja wieder sehr gut dabei. Das ist für mich sehr erfreulich und zeigt auch, dass unser Finanzreferent und Vizebürgermeister Johannes Buchebner sehr gute Arbeit leistet“, lobt der Ortschef.

Gemeinde profitiert von Vielzahl an Betrieben

Hinzu kommen überdurchschnittlich hohe Einnahmen aus eigenen Steuern. Gresten profitiert von der Vielzahl an Betrieben, die sich im Gemeindegebiet angesiedelt haben. „Viele Betriebe bedeuten auch regionale Arbeitsplätze. Wir haben uns langsam aber stetig entwickelt. Heute sind wir eine florierende Einpendler-Gemeinde“, ist Gnadenberger stolz.

Ein plötzlicher Abstieg im Bonitätsranking könnte aber natürlich wieder passieren. „Bei der nächsten hohen Investition wird sich dieser Vorgang wiederholen. Wichtig und richtig in diesem Zusammenhang ist einfach die vorausschauende Planung. Das heißt, die Einkommenssituation einer Kommune gut zu analysieren und nicht zu überfordern.“

Eine Prognose für die Zukunft sei dennoch schwierig zu stellen. Momentan wird noch am Nachtragsvoranschlag gearbeitet. Zusätzlich wird weit vorausgedacht. „Wir spielen mit dem Gedanken, neuen Grund anzukaufen, um irgendwann neue Grundstücke zur Verfügung stellen zu können. Denn wir wollen den Ort sinnvoll entwickeln, unsere Flächen für sinnvolle Liegenschaften, großflächigen Wohnbau und private Häuslbauer oder als Betriebsgebiet verwenden“, verrät der Bürgermeister.

Darauf soll langsam aufgebaut werden, ein Vorlaufkonzept erstellen, Verkehrsanbindungen und Infrastruktur überprüfen. „Das fließt alles in unser großes Entwicklungskonzept ein.“

Darüber hinaus habe die Corona-Pandemie auch ein Umdenken in puncto Nachhaltigkeit ausgelöst. Für Gnadenberger ist es wesentlich, jetzt in die Umwelt zu investieren, um die angepeilten Klimaziele zu unterstützen. „Die Welt braucht nachhaltige Erneuerung“, sagt er. Investitionen in die Ausfallsicherheit von Strom, Kanal, Wasser seien nun mit höherer Priorität als bisher zu sehen.