Randegg: 700 Haushalte haben schnelles Netz

Erstellt am 25. März 2022 | 11:03
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8306588_erl12randegg_breitbanddsc_1642.jpg
Bei der Abschlussveranstaltung am Hochkogel mit dabei: Bezirkshauptmann Johann Seper, Landtagsabgeordneter Anton Erber, Vizebürgermeister Josef Tatzreither, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf mit Projektleiter Matthias Repper und den Gemeinderatsmitgliedern.
Foto: Claudia Christ
Der Ausbau des Breitbandes in Randegg nun abgeschlossen. Viel Arbeit und Eigeninitiative ermöglichten das Vorzeigeprojekt.
Werbung

Alles begann vor neun Jahren, als 2013 Jugendliche mit der Bitte an den damaligen Jugendgemeinderat Matthias Repper herangetreten sind, er möge doch etwas tun, damit ihre Computerspiele besser funktionieren.

Was daraus wurde, nämlich eine flächendeckende Vernetzung des Randegger Gemeindegebietes mit schnellem Internet ist ein „gewaltiges Vorzeigebeispiel“, wie es LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf beim offiziellen Abschluss des Projektes am Hochkogelberg bezeichnete. Die Randegger haben ihr eigenes Ding gemacht, nachdem sie 2016 die Absage von der Nögig herhalten haben, nicht teil der Pilotregion zu sein. Eine Durchführung wäre nicht vor 2020 möglich. „Zu diesem Zeitpunkt habe ich aber schon tausende Arbeitsstunden in das Projekt gesteckt“, erklärt Projektleiter Matthias Repper. Durch die Gründung einer eigenen „Breitband Randegg“ GmbH und gemeinsam mit der Bürgermeisterin Claudia Fuchsluger – sie war bei der Schlussveranstaltung krankheitsbedingt verhindert – und den Gemeinderäten gelang es, das schnelle Internet auf Schiene zu bringen.

Insgesamt 3,8 Mio. Fördergelder konnten von fünf Fördercalls lukriert werden, 80 Prozent der Haushalte im Gemeindegebiet sind seither angeschlossen. 120 Kilometer Glasfaser wurden allein in Randegg verlegt. „Es ging ein richtiger Flow durch die Gemeinde. Mittlerweile bezeichnen die Randegger es als ihr Netz, das bereits auch andere mitversorgt, sagt Repper. Euratsfeld, Gresten-Land und Wang profitieren nämlich ebenso vom schnellen Netz der Gemeinde.

Aktuell sind 700 Haushalte bereits versorgt, 540 bereits mit dem schnellen Netz verbunden. Besonders erfreulich für alle Beteiligten ist auch, dass die Baukosten mit 2,8 Mio. Euro, davon 1,5 Mio Euro Förderungen, durch die Mitarbeit von Freiwilligen und in Zusammenarbeit mit regionalen Firmen geringer gehalten werden konnten, als geplant. „Die Kosten je LS betragen 1.847 Euro“, meint Repper.

„Gratulation. Corona hat viel auf den Kopf gestellt und uns gezeigt wie wichtig die Versorgungssicherheit, vor allem auch im ländlichen Raum ist. Wir brauchen Datenhighways, um der Grundversorgung zu genügen, denn die Ansprüche werden höher. Dabei darf es keinen Unterschied zwischen Stadt und Land geben“, betonte Pernkopf. Datenleitungen seien eine „Dableibevorsorge“. Deshalb stecke das Land NÖ derzeit 56 Mio in den Ausbau. „Das ist für den Bezirk mit Vollbeschäftigung viel wert, denn wir haben bereits viele IT-Firmen von österreichweiter Bedeutung. Aber auch die Land- und Forstwirtschaft braucht das schnelle Netz für eine sichere, moderne Zukunft“, freut sich Landtagsabgeordneter Anton Erber.

Werbung