"Brücken bauen für lebendige Kirche"

Erstellt am 24. Juli 2022 | 15:46
Lesezeit: 5 Min
Der Festgottesdienst am Sonntag, zelebriert von Kanonikus Herbert Döller aus Waidhofen/Ybbs gemeinsam mit Pfarrer Anton Hofmarcher und Diakon Johann Riegler bildete den Höhepunkt der 700-Jahr-Feierlichkeiten der Pfarre Scheibbs.
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Vor 700 Jahren hat sich die Pfarre Scheibbs von St. Leonhard/Forst losgelöst und ist eine eigenständige Pfarre geworden. Bis 1437 übte die Kartause Mauerbach das Patronat aus, überließ es schließlich der Kartause Gaming, dem die Pfarre 1497 inkorporiert wurde. Die Pfarre Scheibbs wurde aber immer von Weltpriestern betreut. Seit der Aufhebung der Kartause Gaming 1782 ist sie der Diözese St. Pölten zur Seelsorge anvertraut. 

Dass Maria Magdalena als Schutzpatronin der Pfarre agiert, verdanken die Scheibbsern den Peilsteinern. „Maria Magdalena war neben dem Heiligen Leonhard einer der Lieblingsheiligen der Peilsteiner, die seinerzeit das Patronat über St. Leonhard und scheibbs hatten“, schilderte Kanonikus Herbert Döller aus Waidhofen am Sonntag bei der Festmesse „700 Jahr Pfarre Scheibbs“ in der Pfarrkirche.

Pfarrer Anton Hofmarcher hatte den Priester der Schwesternkirche Waidhofen/Ybbs, die ebenfalls Maria Magdalena als Schutzpatronin hat, gebeten, den Festgottesdienst zu zelebrieren. Im Zuge der Messfeier gab es auch eine verspätete Firmung für Fiona Fallmann aus Kirchberg/Pielach. Beim ursprünglich geplanten Firmungstermin in Frankenfels hatte ihre Firmpatin Gudrun Berger aus Melk Corona. Umso feierlicher war diese „Solo-Firmung“ im Zuge der Festmesse.

Zur Einleitung der Festmesse gaben Marianne Schragl und Berthold Panzenböck eine szenische Lesung, geschrieben von Franz Gloser, zum Besten, in der sich der damalige Marktrichter (Panzenböck) mit seiner Frau (Schragl) auf die Festrede zur Feier der eigenständigen Pfarre vorbereitete.

Damit die Pfarre Scheibbs auch in 700 Jahren wieder ein Jubiläum feiern kann, bedürfe es ein Aufeinander Zugehen der Menschen, betonte Herbert Döller: „Wir müssen Brücken bauen, denn Brücken verbinden. Als Kirche müssen wir auf diese Brücken schauen und so die Pfarre lebendig halten“.

Ein Aufeinander-Zugehen gab es auch danach bei der Agape am Kirchenplatz, wo Pfarrer Anton Hofmarcher auch die von der Konditorei Reschinsky stammenden Jubiläumstorten anschnitt und verteilte.

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