Fragebögen flattern in St. Antons Stuben. 20 Jahren nach der Dorferneuerungsaktion tritt St. Anton mit 1. Juli der Landesaktion „Gemeinde21“ bei. Nun ist die Meinung der Gemeindebürger gefragt.

Von Anita Schwaiger. Erstellt am 21. Mai 2021 (04:54)
Auf eine hohe Teilnahme der St. Antoner hoffen Bürgermeisterin Waltraud Stöckl (rechts) und Mitarbeiterin Daniela Öhlsasser.
Gemeinde St. Anton an der Jeßnitz, Gemeinde St. Anton an der Jeßnitz

Nun sind die Bürger von St. Anton gefragt, denn in diesen Tagen flattern Fragebögen in die Haushalte. Grund dafür ist der Beitritt der Gemeinde in die Landesaktion „Gemeinde21“. Im Zuge dieser Aktion sollen ökologische, ökonomische und sozial nachhaltige Projekte für die Bevölkerung umgesetzt werden, welche eine nachhaltige Gemeindeentwicklung für alle Katastralgemeinden garantieren soll.

Dazu entwickeln Gemeindebürger verschiedene, zukunftsorientierte Projekte. Ausgewählte Ideen werden dann mit finanzieller Unterstützung des Landes NÖ in den Gemeinden umgesetzt. Ein Kernteam gibt es bereits in St. Anton. Leiten wird es die Regionalberaterin Christina Fuchs.

Vor 20 Jahren hat die Gemeinde das letzte Mal an einer Landesaktion – damals war es die Landesaktion Dorferneuerung – teilgenommen.

Aber wieder zurück zur Umfrage: Diese dient dazu, um die Basis für eine umfassende Strategie zu legen und die Ideen der Bürger in den Entwicklungsprozess einfließen lassen zu können. „Diese Befragung ist der Grundstein, denn dann sehen wir, wo Bedarf herrscht“, erklärt Bürgermeisterin Waltraud Stöckl (ÖVP).

Handlungsbedarf bei Umwidmung in Bauland

Die Umfrage erhebt nicht nur Projektideen, sondern auch die Relevanz von zukünftigen Angeboten in den Bereichen Nahversorgung, Bildung, Wohnen, Sport, Verkehrssicherheit und vielen mehr. Außerdem wird der Status quo beziehungsweise die Bewertung der aktuellen Angebote, wie zum Beispiel des Vereinsangebotes oder der Seniorenbetreuung, erhoben.

Seitens der Gemeinde erhoffe man sich, dass viele Gemeindebürger an der Umfrage teilnehmen. Eine genaue Zahl wollte die Ortschefin im Gespräch mit der NÖN nicht nennen. Sie appelliert aber an die Gemeindebürger, offen und ehrlich zu antworten sowie aktiv eigene Ideen einzubringen. Unabhängig davon, welche Ergebnisse die Befragung bringt: Handlungsbedarf sieht Stöckl vor allem bei der Umwidmung von Grünland in Bauland.

Bis 28. Juni kann man an der Umfrage teilnehmen. Die ausgefüllten Fragebögen können in einer Box im Infopoint bei der Volksschule abgegeben werden. Auch online ist es ab 24. Mai möglich, teilzunehmen.