Andrea und Otto – die Problemlöser in Göstling

Erstellt am 05. Februar 2022 | 12:19
Lesezeit: 3 Min
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Andrea Kemetmüller und Otto Huterer wollen mit ihrer Bürgerunterstützung der Allgemeinheit etwas zurückgeben und bieten kostenlose Hilfe an. Unterstützt werden sie dabei von Bürgermeister Friedrich Fahrnberger.
Foto: Claudia Christ
Andrea Kemetmüller und ihr Schwager Otto Huterer nutzen den Ruhestand, um anderen Menschen in nicht alltäglichen Situationen zu helfen.
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Andrea Kemetmüller war 30 Jahre lang in der Unternehmensberatung tätig und kennt sich in der Banken- und Finanzwelt sowie mit Cash- und Risikomanagement bestens aus. Otto Huterer war Software-Entwickler und IT- Organisator im Gesundheitswesen und für die Umsetzung von großen Projekten für die NÖ Landeskliniken-Holding tätig. Nun verbindet die Göstlingerin und ihren seit 2021 in St. Georgen/Reith lebenden Schwager ein gemeinsames Projekt, denn die Füße stillhalten können die beiden Ruheständler nicht. „Wir hatten beide unabhängig voneinander die Idee, sich im Ruhestand sozial zu betätigen und unsere nun freie Zeit und unser Wissen kostenlos der Allgemeinheit zur Verfügung stellen zu wollen“, erzählt Kemetmüller. Bei einem Treffen seien sie ins Gespräch gekommen und haben begonnen zu recherchieren, welche Möglichkeiten es gäbe. „So entstand die Idee von der Bürgerunterstützung Oberes Ybbstal. Ermuntert von Göstlings Bürgermeister Friedrich Fahrnberger haben wir das nun realisiert“, erklärt Huterer.

Und die ersten Aufträge haben die beiden bereits erfolgreich „abgearbeitet. „Wir konnten bereits einer Person behilflich sein, deren Herzoperation seit Wochen verschoben worden ist. Nach einigen klärenden Gesprächen mit dem Klinikum, wurde die Operation erfreulicherweise nach wenigen Tagen durchgeführt.“

Direkte, unbürokratische kostenlose Hilfe

Durch die langjährigen Erfahrungen in ihren Spezialgebieten und ihre enorme Lebenserfahrung sehen sich die beiden als Ansprechpartner, wenn Unterstützung bei nicht alltäglichen Situationen benötigt wird. Dazu zählen Bewerbungsschreiben und Einreichungen bei Behörden, Ämtern, Kliniken und Banken, ebenso wie Förderansuchen. „Aber wir wollen genauso einfach nur Zuhörer oder Gesprächspartner sein, wenn es um den Meinungsaustausch im privaten Alltag geht. Denn aus Erfahrung wissen wird, dass es oftmals einfach eine objektive Meinung braucht, um ein Problem lösen zu können.“ Den Engagierten ist es auch wichtig, zu betonten, dass jedes Anliegen absolut vertraulich behandelt wird. „Verschwiegenheit ist unser Grundsatz, denn es braucht natürlich ein gewisses Vertrauensverhältnis, damit wir helfen können“, sind sich beide einig.

Personen, die Andreas und Ottos Hilfe in Anspruch nehmen wollen, sind herzlich eingeladen, sich auf direktem Wege an sie zu wenden. Die weiteren Schritte und ein persönliches Treffen bzw. die weitere Vorgangsweise werden individuell vereinbart.

Unterstützung finden die beiden bei ihrem Vorhaben auch bei der Marktgemeinde Göstling, die als Kontaktvermittler fungiert, aber auch die Räumlichkeiten für Treffen und Besprechungen zur Verfügung stellt. „Es ist einfach ein tolles Angebot für die Bürger“, freut sich Bürgermeister Friedrich Fahrnberger. Für Andrea und Otto seht aber eines im Vordergrund: die Freude am Helfen selbst. „Jetzt schauen wir mal, wie unser Angebot angenommen wird. Unser Ziel wäre ein Netzwerk mit anderen bürgerunterstützenden Vereinen und Institutionen zu erstellen, denn gemeinsam lassen sich bekanntlich viele Probleme lösen.“

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