Vandalismus: Einbrecher beschmierte Burgmauer

Ein 20-Jähriger brach betrunken in die Veranstaltungsarena Reinsberg ein und versprühte Lack auf der Mauer. Er übernimmt die Verantwortung auch wenn er sich nicht erinnert: Bewährungsstrafe.

Erstellt am 30. März 2021 | 11:50
Burgarena Reinsberg
Die Burgarena Reinsberg
Foto: NOEN

Mitte August finden Mitarbeiter die Türen von zwei Garderoben und vom Technikraum der Burgarena Reinsberg (Bezirk Scheibbs) aufgebrochen vor. Fußspuren lassen darauf schließen, dass die Garderobentüren aufgetreten wurden, den Technikraum hat jemand mit einer Eisenstange aufgebrochen. Wir hatten berichtet:

Ein Werkzeugkoffer samt Inhalt fehlt, außerdem ein Feuerlöscher und eine Spraydose mit rotem Lack. Der Inhalt des Feuerlöschers: am Gang und beim Buffet versprüht. Die Burgmauer ist mit dem roten Lack aus der Spraydose beschmiert.

Am Tatort findet die Polizei eine halbleere Flasche roten Wodka, auf dem Mundstück DNA-Spuren. Auch Fingerabdrücke stellen die Beamten sicher und ordnen beides einem jungen Mann zu, der damals im Bezirk Scheibbs und heute in Wien wohnt.

Vor der Polizei und auch vor Gericht kann sich der 20-Jährige an nichts mehr erinnern, sieht sich aber als Schuldigen und übernimmt die Verantwortung für seine Handlungen, die er wohl betrunken begangen hat. Auch den entstandenen Schaden von rund 1.300 Euro will der Angeklagte auf jeden Fall wieder gut machen.

Er hat keine Vorstrafen. Dieser Umstand und sein Geständnis wirken sich mildernd auf die Strafe aus. Der Richter spricht ihn schuldig wegen Einbruchsdiebstahles und Sachbeschädigung und verurteilt ihn zu sechs Monaten auf Bewährung plus Bewährungshilfe während der dreijährigen Probezeit. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.