Wieselburg: Kein Ball für Gym-Maturanten

Erstellt am 05. März 2022 | 06:30
Lesezeit: 3 Min
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2019 fand der letzte Maturaball des BG/BRG Wieselburg statt. Eigentlich hätte am 23. April der diesjährige Ball über die Bühne gehen sollen. Doch auch dieser ist jetzt abgesagt. Erst im Herbst 2022 soll dann der Maturaball der nächstjährigen Maturanten stattfinden.
Foto: Karin Maria Heigl/NÖN Archiv
Der diesjährige Maturaball des BG/BRG Wieselburg ist abgesagt. Als Ersatz soll eine schulinterne Abschlussfeier stattfinden.
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 Schweren Herzens traf das Lehrpersonal in Absprache mit den Maturanten vor wenigen Wochen die endgültige Entscheidung: Der für 23. April im Ramsauhof geplante Schulball wird gecancelt. „Die Angst, dass sich zu viele Schülerinnen und Schüler so kurz vor der bevorstehenden Matura anstecken, war uns einfach zu riskant“, erklärt die Direktorin des Gymnasiums Sigrid Fritsch. Laut Konzept wäre zwischen dem Ball und den schriftlichen Reifeprüfungen nur gut eine Woche gelegen – ein zu knapper Zeitraum, um mögliche Quarantänen der Maturanten zu übertauchen. Diese sind – trotz Einplanung exakter 2G-Kontrollen in der Ballnacht – angesichts der hochansteckenden Omikron-Variante nicht unwahrscheinlich. 

Große Enttäuschung macht sich im gesamten Schulgebäude bemerkbar. „Wir alle waren sehr motiviert, jeder brachte seine Ideen ein und half bei der Planung mit. Viele Vorkehrungen wurden schon getroffen und auch die Choreografien für die Tänze waren bereits am Fertigwerden. Wirklich schade, dass uns Corona jetzt zwingt, all das abzusagen“, bedauern die betroffenen Schüler.

Auch auf Seiten der Lehrer herrscht große Frustration: „Wir haben gehofft, den heurigen Maturanten wieder einen Abschlussball ermöglichen zu können. Nach der gemeinsam besprochenen Absage des ursprünglichen Datums haben wir uns sogar um einen Ersatztermin im Juni erkundigt - leider ohne Erfolg, denn der Ramsauhof ist in diesem Monat bereits restlos ausgebucht.“ Sowohl Lehrer als auch Schüler versuchen dennoch, den Kopf hochzuhalten und sind momentan dabei, eine gute Alternative auf die Beine zu stellen. Als Veranstaltungsort soll das eigene Schulgebäude fungieren, welches man für die Feierlichkeiten entsprechend dekoriert und womöglich durch ein Zelt im Außenbereich ergänzt. Wie genau und in welchem Ausmaß die Feier stattfinden wird, ist noch unklar. Geplant ist ein Zusammentreffen im kleinen Kreis, demnach werden nur Familienangehörige der Maturanten zur Feier geladen sein. Am wichtigsten sei es jetzt, nach vorne zu schauen und das Beste aus der Situation zu machen. „Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Abschluss, ganz gleich wie dieser aussehen mag“, darüber sind sich Schüler und Lehrer einig.

Auch der Blick in die Zukunft ist positiv: Für die Schüler der 7. Klassen stehen die Chancen auf einen Maturaball aus jetziger Sicht gut. Ein genaues Datum steht bislang noch nicht fest.

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