Scheibbs: Es wird geimpft, solange Impfstoff da ist. 130 Mitarbeiter im Landesklinikum erhielten am Freitag zweite Impfdosis. Beim Roten Kreuz stand am Donnerstag erster Durchgang am Programm.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 02. Februar 2021 (12:53)
Impfen vor laufender Kamera – Puls 4-Kameramann Kai Jüttner und Reporterin Miriam Pössnicker waren bei der Impfaktion am Freitag im LK Scheibbs live vor Ort. Im Bild mit Erwin Schwaighofer und Diplompflegerin Birigt Unterberger.
LK Scheibbs/ÖRK

Praktisch kein Tag vergeht derzeit, an dem es nicht Neuigkeiten zur Corona-Schutzimpfung, zum ausgegebenen Impfplan oder zu den Lieferverzögerungen beim Impfstoff gibt. Die Corona-Impfung ist begehrt, wie selten zuvor eine Impfung.

Die Impfbereitschaft ist Umfragen zufolge enorm hoch. Das können die Verantwortlichen des Landesklinikums Scheibbs und der Rotkreuz-Bezirksstelle bestätigen. Dort wurde in der Vorwoche eifrig geimpft.

Zweite Impfung vor laufender TV-Kamera

Im Landesklinikum Scheibbs sogar vor laufender Kamera. Denn ein Team vom Privatsender Puls 4 war vor Ort, um ihm Rahmen einer Café Puls Sondersendung zur Corona-Impfung über die zweite Impfung im Klinikum Scheibbs live zu berichten. Puls 4-Reporterin Miriam Pössnicker holte dabei den Ärztlichen Direktor Ernst Schwaighofer sowie Diplomkrankenpfleger Roland Peter, Leiter des Hygieneteams, vor das Mikrofon.

Schwaighofer freute sich über die hohe Impfbereitschaft im Haus. 130 Mitarbeiter bekamen am Freitag bereits den zweiten Teil der Impfung und sind damit vollkommen geschützt.

„Damit liegen wir bereits bei über der Hälfte der Mitarbeiter, die nun geschützt sind und bei den Impfungen keinerlei auffällige Nebenwirkungen gezeigt haben. Beim nächsten Durchgang werden wir zwei Drittel der Mitarbeiter, darunter 100 Prozent aller Ärzte, geimpft haben“, schilderte Schwaighofer und betonte, dass gerade das Scheibbser Krankenhauspersonal die durch Corona ausgelösten Leiden oft hautnah mitbekommen hat.

„Als Corona-Spital haben unsere Leute die möglichen Folgen dieser Krankheit unmittelbar mitbekommen. Wir haben 46 Corona-Todesopfer bei uns im Klinikum zu beklagen. Da mussten wir nicht großartig motivieren, um eine Impfbereitschaft zu erzeugen“, berichtete Schwaighofer.

„Ich bin froh, jetzt geschützt zu sein“

Für Roland Peter sei es von Anfang an klar gewesen, dass er sich impfen lassen werde. „Ich bin froh, jetzt geschützt zu sein. Die Impfung ist der wesentliche Baustein, damit wir zur Normalität zurückkehren können, wenngleich wir, bis eine entsprechende Durchimpfungsrate gegeben ist, ohne Masken-Tragen, Testungen und Hygienemaßnahmen nicht durchkommen werden. Das muss allen klar sein. Und die verstärkte Hygiene hat durchaus auch Vorteile. So gab es heuer praktisch keine Grippefälle“, betonte Peter.

Impfauftakt beim Roten Kreuz: Geimpft wurden hauptberufliche und ehrenamtliche Rettungs- und Notfallsanitäter und Zivis.
LK Scheibbs/ÖRK

Geimpft wurde in der Vorwoche auch beim Roten Kreuz in Scheibbs. Am Donnerstag hat man in Scheibbs die erste Impf-Aktion für Rettungs- und Notfallsanitäter in Zusammenarbeit mit der Landesverbandszentrale Tulln durchgeführt.

„Die Mitarbeiter im Rettungsdienst sind täglich in Kontakt mit Patienten und fallen daher in die Gruppe 1. Die Anmeldungen erfolgten auf freiwilliger Basis, das Angebot wurde von Freiwilligen, Zivildienern und Hauptberuflichen gut angenommen“, schildert Rotkreuz-Pressesprecher Lukas Hürner.

Für die Aktion wurde beim Roten Kreuz in Scheibbs eine eigene Impf-Straße aufgebaut. Nach der Registrierung erfolgte eine medizinische Auf- beziehungsweise Abklärung und schließlich die Impfung. Diese wurde von mehreren Notärzten durchgeführt, außerdem waren etliche Sanitäter im Bereich der Organisation und Administration im „Einsatz“. Besonders großer Wert wurde dabei auf die Einhaltung sämtlicher Hygiene-Maßnahmen gelegt. Die zweite Teilimpfung erhalten die Rotkreuz-Mitarbeiter in drei Wochen.

Diese und nächste Woche ist laut Bezirksärztevertreter Karl Brandstetter auch die erste Teilimpfung für die praktischen Ärzte im Bezirk geplant. Die zweite Impfung soll dann Ende Februar/Anfang März erfolgen.

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