Hundeschule Ötscherland: Trainiert wird allein. Hundekurse gelten als Veranstaltungen. Das heißt: Nur Mitglieder aus zwei Haushalten dürfen sich treffen.

Von Karin Katona. Erstellt am 26. Dezember 2020 (05:44)
Birgit Homola, Andrea Hinterleitner und ihre Tochter Julia mit ihren Hunden Coco und Xenia auf den Trainingsplatz der Hundeschule Ötscherland in Purgstall: „Das Training fehlt allen.“
Karin Katona

Samstagnachmittag auf dem Trainingsplatz der Hundeschule Ötscherland: Es ist ungewohnt ruhig auf der Übungswiese.

„Weil Hundekurse als Veranstaltungen gelten und nur Mitglieder aus zwei Haushalten zusammenkommen dürfen, haben wir die Kurse im November abbrechen müssen“, sagt Obmann Karl Greß. „Es wären nur Einzeltrainings möglich gewesen und das ist bei insgesamt 30 Teilnehmern und nur sechs Trainern unmöglich.“

Auch die Prüfungen seien ausgefallen. Seiner Meinung nach wäre die Art, wie die Hundekurse vor dem zweiten Lockdown praktiziert wurden, ausreichend gewesen: „Wir haben uns an die Hygienevorschriften gehalten, Mundschutz getragen und Sicherheitsabstände eingehalten. Aber wir müssen die Regeln akzeptieren und einhalten.“

Trotzdem bleibt Greß optimistisch: „Wenn Corona es zulässt, beginnen wir ab 6. März mit den Frühjahrskursen. Bis dahin müssen die Mitglieder mit ihren Hunden daheim trainieren, damit diese das Gelernte nicht vergessen.“

„Wir haben leider die offizielle Nachricht bekommen, dass wir unseren Kursbetrieb derzeit aufgrund der Zwei-Personen-Regel nicht weiterführen dürfen. Der Platz bleibt daher bis auf Weiteres leider geschlossen“, ist auf der Homepage des Hundesportvereins Wieselburg zu lesen. „Es tut uns sehr leid, gerade für die Welpen, die die Ausbildung dringend benötigen“, sagt Obmann Ernst Edelbacher. Man befürworte aber die Maßnahmen der Bundesregierung und hoffe, dass man eines Tages in das gewohnte Leben zurückkehren könne.

Praktisch alle Prüfungen sind ausgefallen

Geschlossen ist auch der Übungsplatz des Hundesportvereins Gresten, auch alle Vereinsaktivitäten müssen ruhen. „Wir hätten jetzt ohnehin Winterpause“, sagt Obfrau Karin Matschegg. „Aber durch den zweiten Lockdown sind die letzten Einheiten der Herbstkurse und die Prüfungen ausgefallen.“

Sowohl die Abschlussprüfungen der Kurse als auch die Prüfungen der Listenhunde konnten nicht abgehalten werden. Schon durch den ersten Lockdown im Frühling seien viele Kurseinheiten verschoben worden und Prüfungen ausgefallen:„Es war kein guter Jahresabschluss.“

Das Vereinsleben, sagt Karl Greß von der Hundeschule Ötscherland, habe durch Corona im vergangenen Jahr sehr gelitten. „Ein Zusammenkommen war seit dem Frühjahr nur mit Einschränkungen möglich gewesen. „Das Beisammensein auf dem Platz fehlt allen“, bedauert Greß.