Auch Bezirk Scheibbs ist orange. Ampelkommission hat getagt - und bringt schlechte Nachrichten für den Scheibbser Bezirk. Die Ampelfarbe ist ab morgen Freitag orange. Das bringt ab kommenden Montag auch Verschärfungen mit sich. Besonders betroffen: sämtliche Sportveranstaltungen müssen ab Montag, 5. Oktober, vorerst ohne Besucher stattfinden. Auch im Kulturbereich gibt es damit eine Beschränkung auf 250 Besucher indoor. Und in der Gastronomie heißt das ab Montag: Registrierungspflicht!

Von Christian Eplinger. Erstellt am 01. Oktober 2020 (18:40)
Symbolbild
Kajonsak Tui, Shutterstock.com

Zu viele Neuinfektionen sind der Grund, warum die Ampel im Bezirk Scheibbs am Freitag von gelb auf orange springen wird.  Neben Scheibbs und der Stadt St. Pölten betrifft dieses "Farbänderung" noch vier weitere Bezirke: Neusiedl am See, Hermagor, Mistelbach und Hallein. 

In den letzten sieben Tagen gab es 26 positiv getestete Fälle im Bezirk Scheibbs. Aufgerechnet auf 100.000 Einwohner ergibt das mit 62,8 Fällen den 15.-höchsten Wert in Österreich.

Insgesamt erhöhte sich damit die Zahl der Coronafälle im Bezirk seit März auf 165 Fälle - das sind allerdings "nur" mehr um vier mehr als noch am vergangenen Montagabend. Beim relativen Gesamtwert pro 100.000 Einwohner  hält der Bezirk aktuell bei 399 Fällen. Spitzenreiter in Niederösterreich ist hier der Bezirk Neunkirchen mit 547 relativen Fällen pro 100.000 Einwohner (472 Fälle absolut). 

Orange geblieben ist der Bezirk Melk, wo man nach mehreren Clustern diese Woche sogar die rote Ampel befürchtet hatte. Seit Wochenbeginn gab es dort mehr als 80 neue Fälle.

Fünf Fußballspiele als Geisterspiele?

Nichtsdestotrotz greifen mit der Ampelfarbe Orange die schärferen Maßnahmen des Landes NÖ. Besonders stark betroffen davon sind die Sport- und hier vor allem die Fußballvereine. So müssen am nächsten Wochenende (9. bis 11. Oktober) unter anderem Wieselburg (gegen Würmla), Oberndorf (gegen Wallsee), Steinakirchen (gegen Haag), Scheibbs (gegen Bischofstetten) und das Derby Göstling gegen Lunz vor leeren Rängen stattfinden. Allerdings haben die Heimvereine das Recht, Geisterspiele zu verschieben. Eine Entscheidung diesbezüglich können die jeweiligen Heimvereine in den nächsten Tagen treffen.

Auch in Kulturveranstaltungen indoor dürfen trotz Corona-Präventionskonzept und zugewiesener Sitzplätze nur mehr 250 Besucher statt 1.500 Besucher kommen. 

Und für die Gastronomie bedeutet die orange Ampel, dass sich alle Gäste ab Montag registrieren müssen. Die Sperrstunde bleibt bei 1 Uhr.

FJ Wieselburg: Schüler kehren in Schule zurück

Während die Veränderung der Ampelfarbe sicher keine positive Nachricht ist, gibt es diese vom Francisco Josephinum, wo zuletzt zwei Klassen in Quarantäne waren. "Die eine Klasse kommt sukzessive schon wieder aus der Quarantäne zurück. Bei der zweiten Klasse haben wir bislang außer dem einen bekannten positiven Fall lauter negative Testergebnisse. Wir erwarten dadurch keine weiteren Probleme", sagt FJ-Direktor Alois Rosenberger.

Happy ist man derzeit noch in den anderen Schulen, so etwa im BG/BRG Wieselburg. "Wir haben noch keinen einzigen positiven Fall bei uns in der Schule. Alle Verdachtsfälle blieben negativ", freut sich Direktorin Sigrid Fritsch. 

Auch am FH-Campus Wieselburg ist bisher bis auf den einen bekannten und berichteten Fall noch kein Student oder kein Dozent positiv getestet worden. "Wir haben die Situation derzeit im Griff. Der Lehrbetrieb läuft hybrid ab. Aber vor allem den Studienanfängern wollen wir ermöglichen, studentische Fachhochschulluft zu schnuppern. Unsere Hörsäle sind aber ausgebucht, da wir die Gruppen natürlich geteilt haben", sagt FH-Geschäftsführer Armin Mahr.