Die „Helfer“ im Bergbad Randegg. Da der Pächter wegen Corona dieses Jahr aussetzte, betreut die Marktgemeinde heuer das Bergbad in Randegg – und zwar mit Freiwilligen. Die NÖN fragte nach, wie das funktioniert.

Von Anna Faltner. Erstellt am 12. August 2020 (17:57)
Sorgen für Sicherheit im Bergbad (von links): Bürgermeisterin Claudia Fuchsluger mit den „Helfern“ Matthias Repper, Wolfgang Zellhofer, Harald Pöchhacker, Katrin Teufel und Franz Grabner.
Gemeinde

Ein klein wenig Normalität und Urlaubsstimmung. Das wollte die Marktgemeinde ihren Bürgern im Coronajahr bieten – und übernahm die volle Verantwortung für das Bergbad (die NÖN berichtete). Was dazu benötigt wurde? Freiwilligkeit und Engagement.

Also absolvierten acht Gemeinderäte und Bedienstete – konkret Matthias Repper, Wolfgang Zellhofer, Harald Pöchhacker, Katharina Rumpl, Franz Grabner, Jürgen Gamsjäger, Katrin Teufel und Gerhard Buxhofer – im Juni die Prüfung für den österreichischen Rettungsschwimmerschein. Sie verbrachten einen Vormittag im Grestner Freibad, wo sie mit Sportlehrern das nötige Know-how – also Schwimmen, Tauchen und Retten – erprobten. Nun sind sie, zumindest in dieser Badesaison, als „Helfer“ für die Sicherheit der Badegäste verantwortlich.

Mit an Bord ist der geschäftsführende VP-Gemeinderat Matthias Repper, der auch innerhalb des Gemeinderates für das Freibad verantwortlich ist. „Hätten wir das nicht gemacht, hätten wir das Freibad heuer nicht aufsperren können. Wegen der Coronakrise hat sich der bisherige Pächter nicht drüber getraut“, sagt Repper.

Genug zu tun gibt‘s jedenfalls. Zwar hat das Bad einen Monat später geöffnet als normal, mehr als 30 Tage war es in dieser Saison aber schon geöffnet. „Mit den Besucherzahlen sind wir zufrieden. Bisher ist alles reibungslos abgelaufen“, erzählt er. Pro Monat kommen die Freiwilligen ein bis zwei Mal zum Zug. Sie sind zuständig für die Badeaufsicht, das Kassieren des Eintritts, Erste Hilfe, Reinigung und dafür, dass die Technik läuft. Also Werte messen und die Chlorierung abstimmen. „Bis auf ein paar Bienenstiche gab es noch keine gröberen Einsätze für uns“, verrät Repper.

Vorerst ist das Betreiben des Bergbades durch die Marktgemeinde nur eine Übergangslösung. Im Herbst soll dann evaluiert werden, wie es weitergeht.