GR-Sitzung in Steinakirchen: „Da müssen wir alle durch“. Harmonie herrschte beim Rechnungsabschluss, Sorgen um Finanzen steigen durch das Coronavirus.

Von Anna Faltner. Erstellt am 28. Mai 2020 (18:23)
Einstimmig beschloss der Steinakirchner Gemeinderat den Rechnungsabschluss 2019. Die Sitzung fand platzbedingt im Festsaal statt.
Anna Faltner

Für die erste Gemeinderatssitzung nach der Konstituierung sowie nach Corona zog der Gemeinderat vom ursprünglichen Sitzungssaal in den Festsaal um. Genügend Platz gemäß der Corona-Richtlinien und eine „tolle Tonanlage“, wie VP-Bürgermeister Wolfgang Pöhacker gleich zu Beginn bemerkte.

Ein wesentlicher Punkt auf der Tagesordnung war ganz klar der Rechnungsabschluss 2019. „Der Rechnungsabschluss ist ein wichtiges Werk, er bildet das ganze letzte Jahr ab. Und das Wichtigste: Er zeigt, was am Ende des Jahres übrig bleibt“, betonte Pöhacker. Investiert wurde im Vorjahr vor allem in die Sanierung des Gemeindeamtes, Straßenbau, Güterwegerhaltung, den Grundankauf Zehethof sowie die Wasserversorgung. Mit einem Überschuss von 69.654 Euro im außerordentlichen Haushalt wurde der Rechnungsabschluss einstimmig beschlossen. Eine gewisse finanzielle Unsicherheit aufgrund der Coronakrise und der damit verbundenen sinkenden Ertragsanteile bleibt dennoch.

„Gibt es eine Ahnung oder Schätzung, wie hart es uns da treffen wird?“, wollte LUST-Gemeinderat und Prüfungsausschussobmann Josef Ginner wissen. „Wie stark sich die Ertragsanteile wirklich reduzieren, wissen wir noch nicht. Die Schätzung liegt bei 10 Prozent, in Steinakirchen wären das etwa minus 200.000 Euro. Aber es geht nicht nur uns so. Das hilft uns zwar nichts, aber da müssen wir alle durch. Das Rad muss sich weiterdrehen“, antwortete der Bürgermeister.

Weiters beschlossen wurde die Auftragsvergabe anstehender Kleinprojekte an die Firma Malaschofsky. Konkret geht es dabei um Kleinprojekte, die im Laufe des Jahres asphaltiert werden müssen. Auf der Tagesordnung stand außerdem der Ankauf eines VW-Caddy für den Bauhof. Zum Einsatz kommt das Gefährt vor allem im Winterdienst und in der Abwasserbeseitigung. Der Gemeinderat entschied sich für das Angebot vom Autohaus Aigner in Gresten um 27.083 Euro. Über die Finanzierungsmodalität wird (nach Antrag von LUST-Gemeinderat Josef Ginner) in einer späteren Sitzung abgestimmt.