Tendenz im Bezirk Scheibbs geht Richtung gelb

Nach einer Woche orange könnte der Bezirk Scheibbs ab Freitag schon wieder gelb werden. In vergangenen Tagen gab‘s nur wenige Neuinfizierte. Dennoch warnt Bezirkshauptmann Johann Seper weiterhin, die "eingeleiteten Maßnahmen einzuhalten. Nur so schaffen wir es gemeinsam, die Zahlen wieder niedrig zu halten."

Erstellt am 06. Oktober 2020 | 11:12
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Auf der Covid-19-Station im Landesklinikum Scheibbs sind aktuell fünf Patienten untergebracht.
Foto: Christian Eplinger

Die Stunde der Wahrheit für viele Veranstalter und Gastronomen ist ab nun jeden Donnerstagabend angebrochen. Da tagt die Corona-Ampelkommission und entscheidet über die Ampel-Farbe. Kommen verschärfte Maßnahmen (sprich wird die Ampel orange oder rot), so treten diese dann immer ab dem darauffolgenden Montag in Kraft. Kommt eine Herabstufung, zum Beispiel von orange auf gelb, so wird die neue Einstufung sofort wirksam. Das könnte sich kurzfristige vor allem bei Sportveranstaltungen positiv auswirken, die ansonsten bei oranger Ampelfarbe ohne Publikum stattfinden müssten.

Dies bestätigte Bezirkshauptmann Johann Seper am Montag gegenüber der NÖN. Und das könnte für den Scheibbser Bezirk vielleicht sogar schon diese Woche schlagend werden. Denn nachdem in den vergangenen Tagen die Anzahl der Neuinfizierten im Bezirk stark rückläufig war beziehungsweise es sogar Tage ohne Neuinfektionen gegeben hat, hofft man in Scheibbs auf eine Abstufung bei der Corona-Ampelfarbe.

„Zwar zieht die Kommission bei ihrer Bewertung immer einen ein- bis zweiwöchigen Zeitraum heran, doch natürlich können sinkende Zahlen ein ausschlaggebendes Kriterium sein. Und im Bezirk haben wir eine klare Tendenz nach unten. In den vergangenen sieben Tagen gab es bei uns nur sechs Neuinfektionen“, gibt sich Bezirkshauptmann Johann Seper vorsichtig optimistisch.

Fallzahl hat sich im Bezirk halbiert 

Zu sicher bezüglich einer Abstufung schon diese Woche sollte sich aber der Scheibbser Bezirk nicht sein, gibt Seper trotz allem Optimismus zu bedenken. Denn – und das hätte ihm das Gesundheitsministerium bei einer Videokonferenz am Freitag der Vorwoche bestätigt – die Ampelkommission will auch eine gewisse Stabilität und nicht wochenweise zwischen zwei Farben hin und herspringen.

Am Montag waren aktuell nur noch 22 Covid-19-Fälle im Bezirk Scheibbs, wobei für Dienstag noch einige Gesundheitsmeldungen erwartet wurden. Das waren genau halb so viele aktuelle Covid-19-Infektionen wie eine Woche davor.

Die meisten aktuellen Coronafälle gab es zu Wochenbeginn laut Informationen der Bürgermeister in Wieselburg (acht), gefolgt von Scheibbs, Wieselburg-Land und Randegg (jeweils vier bis fünf aktuelle Fälle). Jeweils einen bis zwei aktuelle Fälle gab es noch in Gaming, Wolfpassing, Purgstall, Steinakirchen Wang und Lunz am See.

„Es zeigt sich schon, dass durch die Ampelfarben und die ergriffenen Maßnahmen wie etwa Maskenpflicht, sich das Bewusstsein in der Bevölkerung wieder verbessert hat. Und genau das ist wichtig, wenn wir diesen Trend nach unten fortsetzen wollen. Das hat sich bereits im Frühjahr gezeigt und ist jetzt ähnlich gelagert. Daher sind alle aufgerufen, sich an die Regeln und Maßnahmen zu halten“, appelliert Bezirkshauptmann Johann Seper.

Fünf Erkrankte auf Corona-Station

Wie bereits im Frühjahr ist nun auch das Landesklinikum Scheibbs wieder ein Corona-Spital mit eigener Corona-Station. Die Station für Covid-19 Patienten und Verdachtspatienten wurde wie im Frühjahr in einem separat zugänglichen Gebäudeteil eingerichtet. Es stehen insgesamt zehn Betten zur Verfügung, aktuell sind diese mit fünf Patienten belegt“, erklärte Isabella Karner, Pressesprecherin des LK Scheibbs, am Montag auf Anfrage der NÖN. Um die Sicherheit der Patienten und des Personals zu gewährleisten, werden höchste und vor allem hygienische Sicherheitsstandards erfüllt.

  • Besuche in den Ambulanzen und zu Angehörigen sind auf das unbedingt notwendige Ausmaß einzuschränken.
  • Alle Kontakte sollen bevorzugt per Telefon stattfinden.
  • Begleitpersonen dürfen nur in definierten Ausnahmefällen mit ins Klinikum.