Keine „negativen“ Überraschungen bei Scheibbser Tests. Rund 160 Tests machen die „Covid Fighters“ für das LK Scheibbs pro Woche. Bislang lief alles reibungslos.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 01. Juli 2020 (05:07)
Das mobile Testlabor am Parkplatz des Landesklinikum Scheibbs - im Bild der Ärztliche Direktor Erwin Schwaighofer (3. von rechts), Landtagsabgeordneter Anton Erber (2.von rechts), Michael Krammer (KCC, rechts), Doktor Ferenc Ráduly (4. von rechts), Boris Fahrnberger (links) mit seinen Covid Fighters.
Christian Eplinger

Seit mehr als zwei Wochen steht der Test-Container der „Covid Fighters“ am Parkplatz des Landesklinikums Scheibbs. An sechs Tagen der Woche werden dort Patienten vor ihren geplanten Operationen oder stationären Aufnahmen getestet. Spätestens zwei Stunden nach dem Testabstrich haben Ärzte und Patienten das Ergebnis in den Händen.

„Wir sind sehr zufrieden. Es läuft so gut, wie wir es uns vorgestellt haben. Die Zusammenarbeit ist hervorragend. Die Tests werden hoch valide durchgeführt und verliefen bisher alle ohne negative Überraschung. Wir mussten noch keine einzige OP aufgrund eines positiven Tests verschieben“, freut sich der Ärztliche Direktor des LK Scheibbs, Dr. Erwin Schwaighofer.

In den ersten beiden Wochen wurden rund 160 Testungen vom LK Scheibbs an die „Covid Fighters“ weitergeleitet. „Damit haben wir eine gewisse Sicherheit im Klinikum, dass wir das Coronavirus nicht einschleppen“, betont Schwaighofer.

Kalte Schulter für Kritiker: „Humbug“

Zufrieden zeigt sich auch Boris Fahrnberger, Geschäftsführer der „Covid Fighters“ aus Göstling: „Die Zusammenarbeit ist hervorragend. Parallel zu den Tests versuchen wir, noch eine Spur schneller zu werden“, sagt Fahrnberger und freut sich, dass sich immer mehr Privatpersonen für die Tests anmelden.

Der auch gegenüber der NÖN geäußerten Kritik, dass hinter dem Projekt parteipolitische Freunderlwirtschaft mit Bereicherungsabsichten steckt, zeigt Fahrnberger die kalte Schulter.

„Ja, ich habe VP-Vergangenheit und Anton Erber ist VP-Abgeordneter und am Projekt beteiligt. Aber daraus etwas abzuleiten ist Humbug. Wir wollen helfen. Zurücklehnen und aufregen sind für uns keine Alternativen. Außerdem haben wir in die Entwicklung und den Betrieb dieser mobilen Test-Station schon weitaus mehr Geld gesteckt, als bislang herauskommt“, stellt Fahrnberger klar.