Das "Tor zu Neubruck"

Erstellt am 27. Juli 2015 | 12:09
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Foto: NOEN
Mit der innovativen Eingangspforte schaffte der Ybbsitzer Architekt Joseph Hofmarcher einen weiteren Blickfang in Neubruck, der Geschichte und Zukunft verbindet.
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Zur Veranstaltungshalle beziehungsweise generell auf das Landesausstellungsareal gelangt man über das innovative TöpperPortal, das die Betonbrücke zu einem „Tor in eine andere Welt“ verwandelt. So beschreibt der junge Ybbsitzer Architekt Joseph Hofmarcher das Bauwerk, das er gemeinsam mit regionalen Handwerkern und Betrieben umgesetzt hat.

Idee und Konzept wurden vorgestellt

Vergangenen Mittwoch stellte Hofmarcher Idee und Konzept seines künstlerischen Werkes vor. Mit dem TöpperPortal wurde die Brücke zur „Schleuse, zum Zwischenraum zwischen der Bundesstraße und dem neu adaptierten Fabriksareal“. Dieses Objekt in Stahl verbindet Tradition und Innovation, Handwerk und Maschine. Einerseits wurde modernste Computertechnik angewandt, andererseits kam auch das alte Schmiedehandwerk zum Einsatz.

„Trotz der maschinellen Hilfe ist menschliches Handwerk wesentlich, um Vorproduziertes in die Natur einzufügen. Eine Maschine kann nicht auf den Ort eingehen“, erklärt Joseph Hofmarcher.

Bei der Gestaltung hat sich der Architekt am Element Wasser orientiert. Die als Sinus-Wellen ausgerichteten Lamellen verweisen aber durch ihr Material (Stahlblech) gleichzeitig auf das einstige Walzblechwerk, das Andreas Töpper als Pionier im 19. Jahrhundert in Neubruck errichtet hatte.

„Ich finde es großartig, dass der Innovationsgeist von Töpper ins 21. Jahrhundert transferiert werden konnte. Joseph Hofmarcher hat dem Ort eine Identität verliehen, die in den Köpfen der Menschen bleibt“, freut sich Andreas Hanger, ehrenamtlicher Geschäftsführer der „Neubruck Immobilien GmbH“ (NIG).

Minimalistischer Stil

Neben dem TöpperPortal und seiner „kleinen Schwester“, der Schlotbrücke, hat Hofmarcher auch das Beleuchtungssystem designt. „Vom Stil her ist es minimalistisch, schlicht, aber gleichzeitig auch ehrlich – Materialehrlichkeit ist mir sehr wichtig. Stahl darf rosten, das ist natürlich und deswegen auch schön“, meint der Architekt, der bei seinen Arbeiten den künstlerischen Aspekt in den Vordergrund stellt. „Nur für den wirtschaftlichen Nutzen oder für die Funktion zu arbeiten, kommt bei mir nicht infrage. Ich möchte mit meiner Arbeit auf die Menschen wirken, ich will, dass man in meinem Schaffen ‚lesen‘ kann“, so Hofmarcher.

Das Werk des Architekten zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Landesausstellungsareal und schafft dadurch einen hohen Wiedererkennungswert.

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