Lichtblicke zu Schulschluss im Bezirk Scheibbs

Erstellt am 28. Juni 2022 | 20:00
Lesezeit: 3 Min
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Die Schüler der 6b des BG/BRG Wieselburg genossen in der vorletzten Schulwoche eine Exkursion nach Wien.
Foto: BG/BRG Wieselburg
Am Ende des Schuljahrs gab es endlich wieder Exkursionen und Projekttage.
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Das Schuljahr 2021/2022 ist zu Ende. Für Schüler und Lehrer war es kein leichtes: „Die verschärften Corona-Maßnahmen nach der Jahreswende waren auch in der Schule spürbar. Das Klima in den Klassenzimmern war geschwächt und viele wirkten müde von Corona. Der fehlende soziale Kontakt machte vielen Jugendlichen sehr zu schaffen. Zudem sorgten Probleme mit den Antigen-Selbsttests und bekannt gewordene Rahmenbedingungen zur Matura für Aufregung“, schildert Philipp Schaupp, Schulsprecher im BG/BRG Wieselburg die Gefühle der Schüler. „Zum Endspurt des Schuljahrs konnten gemeinsame Aktivitäten wie Projekttage oder Sportwochen nachgeholt werden. Das waren dann die Lichtblicke nach dem schwereren Start.“

Schwieriges Jahr, doch auch Chance zur Stärkung

Depressionen durch das Fehlen sozialer Kontakte stellt auch Schulsozialberaterin Manuela Zimprich vom JUSY Wieselburg fest. „Bei vielen Jugendlichen hat sich viel aufgestaut. Bei Konflikten mit Eltern oder in der Schule kann es dann schnell zum Ausbruch kommen.“ Denn: „Jugendliche brauchen für ihre Entwicklungsschritte auf dem Weg zum Erwachsenensein direkten Kontakt zu Gleichaltrigen. Es wird sich erst zeigen, wie die langfristigen Auswirkungen aussehen. Wenn die Jugendliche diese Zeit gut bewältigen, kann das aber auch stärkend sein.“ Das Jusy Wieselburg bietet Rat und Hilfe für Jugendliche und ihre Familien. Denn Eltern seien nach Corona oft ängstlicher als früher. „Auch hier bieten wir Hilfe“, sagt Zimprich.

Verständnis und Angst, sagt Manuela Scavelli, Elternvereins-Obfrau der Schule Purgstall, seien die Gefühle der Eltern, wenn es um die Entwicklung ihrer Kinder seit Corona geht. „Ständiges Testen und Maskentragen im Unterricht waren eine Belastung für die Kinder und auch für die Eltern“, sagt die dreifache Mutter. „Man merkt, dass die Einschränkungen eine Auswirkung auf die Psyche der Kinder und Jugendlichen haben. Mein zehnjähriger Sohn ist seit Corona sensibler geworden. Probleme, die ihn früher nicht so berührt haben, bringen ihn jetzt zum Weinen.“ Sorgen machen sich die Eltern auch um die Jugendlichen, die jetzt alles nachholen wollen, was sie wegen Corona versäumt haben: „Einerseits versteht man sie und möchte sie nicht einschränken, andererseits hofft man, dass sie nicht über die Stränge schlagen“, sagt Scavelli.

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