Gaming

Erstellt am 14. August 2018, 04:00

von Christian Eplinger

34. Chopin-Festival in der Kartause Gaming. Das 34. Chopin-Festival in der Kartause Gaming stand im Zeichen der Geburtsstunde der Zweiten Republik Polen und brachte Chopin als Weltbürger und Visionär Europas näher.

Beim Nocturno-Konzert wurde der prachtvolle historische Gebäudekomplex der Kartause in eine Lichtinstallation gehüllt.  |  FotoLois.com/Alois Spandl

Fryderyk Chopin war sehr mit seiner Heimat Polen verbunden. Auch oder vielleicht gerade, weil er nach seiner zweiten Auslandsreise nach Wien nie mehr zurückkehren konnte in sein geliebtes aber damals von fremden Mächten besetztes Heimatland.

„Chopin war ein Weltbürger, dem Hass ein Fremdwort war und der von einem freien Europa träumte. In diesem Sinne lebt auch unser Festival. Wir bringen seit 34 Jahren Menschen aus allen Herren Länder der Welt hier in Gaming zusammen. Gaming ist damit ein Ort der Begegnung und des Friedens geworden“, betonte Intendant Theodor Kanitzer bei der Eröffnung des Festivals, das heuer unter dem Motto „Chopin und der Musik der Zeitenwende vor 1918“ stand.

„Musik, besonders jene von Chopin, eignet sich daher auch hervorragend, das 100-jährige Jubiläum der Zweiten Polnische Republik, die 1918 nach dem Ersten Weltkrieg gegründet worden ist, zu feiern“, unterstrich auch die polnische Botschafterin Jolanta Roza Kozlowska. Als großartigen Künstler und großartigen Visionär für die Idee Europas bezeichnete auch Landtagsabgeordneter Anton Erber, der das Festival offiziell eröffnete, Fryderyk Chopin.

Das 34. Chopin-Festival in der Kartause Gaming wurde am Freitagabend mit dem Orchesterkonzert in der Kartausenkirche mit dem Symphonischen Orchester der Philharmonie Zabrze unter Dirigent Slawomir Chrzanowski und den Solisten Seong-Hyeon Leem (Bild), Janusz Olejniczak (beide Klavier) sowie Edward Zienkowski (Violine) eröffnet.  |  FotoLois.com/Alois Spandl

Und für Gamings Bürgermeisterin Renate Gruber ist das Chopin-Festival ein Symbol für das Überwinden des Trennenden und ein wichtiger Anker weit über den Kulturreigen Niederösterreichs hinaus.

Freuen durfte sich die Internationale Chopin Gesellschaft als Veranstalter des Festivals daher auch wieder über volle Besucherränge und ganz hervorragende künstlerische Leistungen aller Mitwirkenden. Und für die heimische Tourismuswirtschaft bedeutete das Festival wieder eine immense Wertschöpfung.