Mit Backidee in St. Anton zum Erfolg. Das Projekt „Bäuerliches Backservice“ erhielt Auszeichnung.

Von Anita Schwaiger. Erstellt am 09. Juli 2021 (05:58)
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Preisverleihung des Ideenwettbewerbs des Landes und der Dorf- und Stadterneuerung (von links): Maria Forstner (Obfrau Dorf- und Stadterneuerung), Preisträgerin Bürgermeisterin Waltraud Stöckl und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
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Bereits zum zwölften Mal ging der Ideenwettbewerb der NÖ Dorf- und Stadterneuerung über die Bühne, um innovative Ideen zu fördern. Im Fokus stehen die Themenfelder „Soziales Leben“, „Ortskernbelebung“ und „Digitalisierung“. 86 Projekte aus ganz NÖ wurden eingereicht, 20 davon wurden prämiert.

Bäuerliches Backservice wird gefördert

Mit dabei bei der Preisverleihung war die Gemeinde St. Anton. Mit dem Projekt „Bäuerliches Backservice“ darf sie sich über eine Fördersumme von 10.000 Euro freuen.

Die Idee kam von St. Antons Bürgermeisterin Waltraud Stöckl persönlich. „Ich hab die Idee schon sicher zehn Jahre hin und her gewälzt. Nun habe ich mir gedacht, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist“, schildert sie. Gut Ding braucht Weile – das weiß Stöckl. Das Projekt wurde eingereicht, von einer Fach-Jury bewertet und zur Freude von Stöckl auch ausgezeichnet. Damit habe die Ortschefin allerdings nicht gerechnet, erzählt sie.

Konzept zur Nachnutzung für ehemaliges Café

Und so sieht das Projekt im Detail aus: Das ehemalige Café „Plauscherl“ steht seit einigen Jahren leer. Es befindet sich neben dem Jeßnitztalbad und Tennisplatz und gegenüber vom neuen Kindergarten. Die Gemeinde suchte nach einem Konzept zur Nachnutzung, das klarerweise auch einen Mehrwert für die Bevölkerung sowie für die Region Naturpark Ötscher-Tormäuer und die Eisenstraße Niederösterreich bietet.

Nun soll wieder ein Dorfcafé im Ortszentrum für die Bevölkerung wie für Gäste entstehen. Im Erdgeschoss des Gebäudes soll zudem eine Schaubackstube eingerichtet werden. In Seminaren, Brotback- und Kochkursen werden traditionelle Rezepte und Techniken sowie Tipps und Tricks vermittelt.

Zu guter Letzt soll das ehemalige „Plauscherl“ auch als Veranstaltungslokal für Themen rund um Kulinarik, Backen, Brot und bäuerliche Produkte genutzt werden. Das Obergeschoss des Gebäudes kann laufend für Seminare verwendet werden. Es bietet sich auch für Ausstellungen an. Apropos Ausstellungen: Eine Kochbuchausstellung soll den Startschuss für das gesamte Projekt machen. Geplant ist sie für Anfang September.