Zentrum nimmt Gestalt an. Kulturhausbau läuft. Im Frühjahr stehen Abbruch Daurer-Areal und Spatenstich für Kindergarten an.

Von Ingeborg Grubner. Erstellt am 03. März 2019 (04:00)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Reinsbergs Bürgermeister (links) und Landtagsabgeordneter Anton Erber (2. von rechts) informierten Landesrat Martin Eichtinger (2. von links) über die Hintergründe des Vorzeigeprojekts in Reinsberg. Im Bild mit NÖAAB-Finanzreferent Franz Sturmlechner und Bezirksobfrau Gabriele Langsenlehner.
Ingeborg Grubner/Gemeinde

Schritt für Schritt entsteht in Reinsberg das Kulturhaus. Der Estrich ist fertig, jetzt steht der Innenausbau am Plan. Wenn dieser im Jänner 2020 bespielbar ist, sollen auch die Bausteine rundherum erste Formen annehmen. „Wir haben klare Raster und Ziele für unser Dorfzentrum, die wir umsetzen wollen. Die Leute sind motiviert“, strahlt VP-Bürgermeister Franz Faschingleitner.

Der Dorfplatz wird bereits im Frühjahr in Angriff genommen. Ende März soll der Abbruch des ehemaligen Daurer-Areals starten. Gleich danach ist der Spatenstich für den Kindergarten geplant. „Mit den Planungsarbeiten befinden wir uns in der finalen Phase. Jetzt geht es nur noch um die Feinarbeiten“, erklärt Faschingleitner. Für die Fertigstellung hat er den August 2020 im Visier. „Zu unseren aktuell zwei Gruppen kommt noch eine Gruppe für Kleinstkinderbetreuung dazu“, informiert er.

Ingeborg Grubner/Gemeinde

Rund zwei Millionen Euro kostet der Neubau. Gleich nebenan entsteht ein Kinderspielplatz, der auch bei Veranstaltungen genutzt werden soll. „Die Kosten des Kindergartens inklusive Spielplatz werden zu 100 Prozent aus ELER-Mitteln, dem Programm für ländliche Entwicklung, von Bund, Land und Europäischer Union gefördert“, freut sich Faschingleitner bei einem Besuch des für Wohnen zuständigen VP-Landesrates Martin Eichtinger in der Vorwoche.

Auch für das gemeinsam mit der Waldviertler Wohnbaugenossenschaft zu errichtende Wohnhaus inklusive Seniorenwohnheim gibt es förderungsmäßig seitens des Landes grünes Licht. Das „Vorzeigeprojekt“ besteht aus einem Seniorenwohnheim mit acht Kleinwohnungen und Wohnungen für drei Betreuer sowie einem großen, offenen Sozialbereich. In den Obergeschoßen sollen weitere 21 Wohnungen für Bewohner ohne Pflegebedarf errichtet werden. Das geplante Konzept setzt aber die Teilbarkeit der 24-Stunden-Pflege und damit eine Gesetzesänderung voraus. „Der innovative Ansatz der Teilbarkeit der 24-Stunden-Betreuung ist mit eine Grundlage für die laufende Pflegedebatte, die im Jahr 2019 ihren Abschluss finden sollte“, ist VP-Landtagsabgeordneter Anton Ereber optimistisch.

Bis 2021 soll auch der Nahversorger „Unser G’schäft in Reinsberg“ inklusive Café innen und außen ins Dorfzentrum ziehen. Die Kosten für das Gesamtprojekt am Daurer-Areal belaufen sich auf rund 8 Millionen Euro.