Ein Purgstaller „Badewaschl“ auf ATV

Hans Zeller, Herr über das Erlauftalbad, ist der dienstälteste Bademeister im Bezirk Scheibbs. Jetzt wird er einer der Stars der ATV-Reportage „Österreichs Bademeister“.

Erstellt am 26. Juli 2019 | 03:38
Lesezeit: 2 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7639193_erl30pgs_zeller_atvteam_3.jpg
ATV-Dreharbeiten im Bad: Der Purgstaller Bademeister Hans Zeller hat das Casting gewonnen und ist im kommenden Herbst einer der acht Darsteller in der Sendereihe „Die Reportage – Österreichs Bademeister“ zu sehen.
Foto: Karin Katona

Er glaubte an einen Aprilscherz, doch plötzlich stand das Fernsehteam vor der Tür – Hans Zeller ist im Herbst in einer ATV-Doku über Bademeister zu sehen.

NÖN: Auftritt auf ATV – haben Sie sich selbst beworben?

Zeller: Nein. Ich habe im April einen Anruf bekommen und an einen Scherz geglaubt. Aber als ich zurückgerufen habe, hat sich tatsächlich ATV gemeldet. Ein Kamerateam ist dann im Frühjahr ins Bad gekommen und hat das ganze Bad-Team bei den Saisonvorbereitungen gefilmt.

Wie ging es weiter?

Zeller: Sie haben gesagt, sie melden sich, wenn es etwas wird. Aber ich habe lange nichts gehört und mir gedacht, das kann ich vergessen. Und dann hat es auf einmal geheißen, ich habe das Casting gewonnen.

440_0008_7639194_erl30pgs_zeller_badteam_3.jpg
Foto: NOEN

Wie waren die Dreharbeiten?

Zeller: Ganz locker. Das Team war echt gut drauf, sehr nett und entspannt. Ich glaube, denen hat es gut gefallen bei uns. Sie sind sogar nach den Dreharbeiten noch länger geblieben, haben sich hingesetzt und was gegessen.

Was wird in der Sendung zu sehen sein?

Zeller: Der ganze Tagesablauf im Bad, von den Vorbereitungsarbeiten vor dem Aufsperren und der Besprechung in der Früh bis zum Aufräumen am Abend. Für das Flutlichtbaden habe ich Live Musik engagiert und selber Trompete gespielt. Es war eine Bombenstimmung. Es waren viele Leute da, die begeistert mitgemacht haben.

Wie möchten Sie selbst im Fernsehen rüberkommen?

Zeller: Einfach so, wie ich bin. Ich habe mich nicht verstellt, das kann ich gar nicht. Ich liebe meinen Beruf und habe versucht, das rüberzubringen. Ich erzähle im Interview auch, dass man die richtige Mischung aus Freundlichkeit und Autorität haben muss, die man braucht, wenn Badegäste sich danebenbenehmen. In der Doku werden auch Badegäste befragt, wie sie mit mir zufrieden sind, und natürlich loben mich alle, wie es sich gehört.

Sie sind der dienstälteste Bademeister im Bezirk?

Zeller: Ja. Ich bin jetzt 58 und mache das seit 33 Jahren jeden Sommer, ohne Unterbrechung. Wenn andere auf Urlaub sind, bin ich im Bad. Das bin ich so gewohnt und das gefällt mir auch. Bis auf eine Woche Urlaub im August – die nehme ich mir nach dem Parkfest, denn da bin ich als Musikvereinsobmann eingespannt.

Was hat sich in den 33 Jahren alles im Bad getan?

Zeller: Ich habe immer drauf geschaut, dass alles bestens in Schuss ist. Ich habe veranlasst, dass wir schon vor 30 Jahren eine Rutsche bekommen haben. Und das Flutlichtbaden am Donnerstag gibt es nur bei uns. Auch von Auswärtigen höre ich viel Lob über unser Bad.