Ein Ausrufezeichen der Region: Erwin schau her!. LANDESAUSSTELLUNG 2015 / Feuertaufe für das Schlossareal Neubruck mit Eisenstraße-Festival. „Wollen 2015 dabei sein.“

Erstellt am 30. August 2011 (07:59)
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VON CHRISTIAN EPLINGER

SCHEIBBS / 2015 findet die Niederösterreichische Landesausstellung wieder im Mostviertel statt. Unter den Bewerbern um deren Austragung sind auch die Gemeinden Scheibbs und St. Anton (die NÖN berichtete) mit einem an den Naturpark Ötscher-tormäuer und die Eisenstraße angeknüpften Projekt. Das Töpperschloss Neubruck samt ehemaliger Papierfabrik sollte das Zentrum für die Ausstellung bilden. So zumindest die Pläne von Scheibbs und St. Anton.

Zuletzt schien es aber, als schwämmen den beiden Gemeinden die Felle davon. Dem Pielachtal mit der Mariazeller bahn wird immer mehr die Favoritenrolle zugedacht. Jetzt hält die Region dagegen. Mit dem Festival „Zweiklang Mensch - Maschine“ Ende September im Kulturpark Eisenstraße will man ein kräftiges Lebenszeichen abgeben. Denn der krönende Haupt-Event findet im Fabriks- und Schlossareal in Neubruck statt. „St. Pölten soll wissen, dass es auch im Erlauftal wunderschöne Plätze gibt, die bespielt werden sollten“, sagt die Scheibbser Bürgermeisterin in Richtung Landeshauptmann Erwin Pröll, der im Herbst die Entscheidung über den Austragungsort der Landesausstellung 2015 fällen wird.

Der südliche Bezirksteil  braucht eine Impulsrakete

 

„Wir wollen 2015 unbedingt dabei sein. Selbst wenn das Zentrum der Ausstellung im Pielachtal ist, so könnte es gerade durch einen zusätzlichen Spielort im Erlauftal auch zu einer stärkeren Vernetzung der Täler kommen. Das ist auch eine Frage der Regionalentwicklung“, sagt Eisenstraße-Obmann Andreas Hanger. Eine Entwicklung, die kommenden Freitag (2. September) auch Thema einer großen Raumordnungskonferenz im Scheibbser Rathaus sein soll. „Derzeit fehlt der Region die Impulsrakete, die etwa eine Landesausstellung sein könnte“, unterstreicht Christine Dünwald.

Bleibt so eine Initialzündung aus, blickt Dünwald durchaus mit bangem Blick Richtung Zukunft. „Die Gemeinden vor allem im südlichen Teil unseres Bezirks haben immer weniger Geld, die Leute siedeln ab. In Scheibbs haben wir nicht einmal mehr einen Gasthaussaal, wo wir größere Hochzeiten abhalten können. Wenn wir keine Umkehr schaffen, dann wird das in Zukunft Land und Bund weitaus mehr Geld kosten“, betont Christine Dünwald.