Wieselburger Tierarzt: „Nicht alles aufschieben“. Tierarzt Josef Vösenhuber ist trotz Corona voll im Einsatz.

Von Anna Faltner. Erstellt am 25. April 2020 (04:45)
Tierarzt Josef Vösenhuber aus Wieselburg kümmert sich auch in Coronazeiten um Klein- und Großtiere.
Franz Crepaz

Mehr oder weniger normal – mit erhöhtem (Zeit-)Aufwand, mehr Distanz und einem sportlichen Höhentraining (bedingt durch die FFP3-Masken). So beschreibt der Wieselburger Tierarzt Josef Vösenhuber seine aktuelle Tätigkeit. „Ich kann nicht einfach ein Tier, das medizinische Versorgung benötigt, nicht behandeln und sterben lassen“, sagt er. Egal ob Kleintiere, Großtiere oder Notdienst – er ist trotz Coronakrise wie gewohnt im Einsatz.

Schon seit Mitte März ist der Tierarzt mit Mundschutz und Handschuhen ausgestattet. „Beim Betreten und Verlassen der Praxis steht Desinfektionsmittel bereit, das verwendet werden muss. Alle Kunden warten draußen, werden nur einzeln hineingeholt“, erklärt er. Das bedeutet natürlich mehr Zeitaufwand pro Patient. Generell wird aber viel telefonisch abgehandelt. „Momentan haben wir kaum Impfungen. Von Besamungen wird zwar abgeraten. Aber genau so wie bei der Grundimmunisierung gehört das zeitgerecht erledigt. So etwas kann man nicht aufschieben“, betont Vösenhuber.

Behandlung größerer Tiere ist schwieriger

Noch schwieriger gestaltet sich der Alltag bei den größeren Tieren. Bei Behandlungen von Pferden oder Rindern ist der Tierhalter oft direkt eingebunden. Da sei es schwierig, die Distanz einzuhalten. „Ich halte so gut Abstand, wie es möglich ist, arbeite mit Maske und Handschuhen. Ich hätte kein Problem damit, Tiere zu behandeln, deren Besitzer Covid-positiv sind.“ Getan hat er das auch schon.