Ein Jahr nach Schneechaos am Hochkar. Nach dem Schneechaos am Hochkar im Vorjahr trafen sich Einsatzkräfte nochmals um zurückzublicken und Resümee zu ziehen.

Von Claudia Christ. Erstellt am 13. Januar 2020 (09:45)
Vertreter aller Einsatzkräfte versammelten sich am Freitag am Hochkar, um noch einmal Resümee zu ziehen und die neue Schneemesslatte bei der Talstation zu enthüllen.
Claudia Christ

70 Zentimeter Schnee und Sonnenschein, so präsentierte sich das Hochkar am vergangenen Freitagvormittag seinen Besuchern. Genau vor einem Jahr bot sich hier aber ein ganz anderes Bild, denn fünf Tage lang war das Hochkar aufgrund der enormen Neuschneemassen von der Außenwelt abgeschnitten. Die Schneemassen waren sechs Meter hoch.

Rainer Rohregger, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Bürgermeister Friedrich Fahrnberger vor der Schnee-Messlatte, die an die dramatischen Tage erinnern soll.
Claudia Christ

Beim Treffen aller Hilfskräfte bei der Talstation ein Jahr nach der Schneekatastrophe blickten Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, der damalige Einsatzleiter Bürgermeister Friedrich Fahrnberger sowie Rainer Rohregger, Geschäftsführer der Hochkar-Bergbahnen, noch einmal auf diese dramatischen Tage zurück. Feuerwehr, Bundesheer, Polizei, Rotes Kreuz NÖ, Straßendienst und Bergrettung leisteten insgesamt 16.000 Einsatzstunden um die Alpenstraße und das Hochkar am 18. Jänner 2019 wieder erreichbar zu machen.

„Ich möchte nochmals allen danken, die hier eine perfekte Arbeit geleistet haben. Am Ende ist doch alles gut ausgegangen“, betonte Pernkopf. Beeindruckt war Bürgermeister Fahrnberger während des Ausnahmezustandes von der Zusammenarbeit: „Die Region ist dadurch näher zusammengerückt.“

Um aus den Erfahrungen zu lernen, werden künftig die Einsatzkräfte noch besser auf Schneemassen vorbereitet, und es wird auch verstärkt auf Lawinenexperten gesetzt. Zu bemerken ist auch, dass es seit Jänner des Vorjahres einen Anstieg der Zugriffe (4,6 Mio Klicks) auf die Website des Lawinenwarndienstes gibt. Als Erinnerung an die dramatischen Tage wurde bei der Talstation eine Messlatte errichtet.