Familie der Schmiedmost-Bauern wird größer. Die Schmiedmostbauern der Eisenstraße stellten mit Familie Aigner aus Gresten-Land ihr neues (und mittlerweile achtes) Mitglied vor.

Von Anna Faltner. Erstellt am 19. Mai 2021 (15:53)
Im Rahmen einer kleinen Freiluft-Zeremonie wurden die „Steger“ in den Kreis der Schmiedmostbauern aufgenommen (von links): Leopoldine und Adi Adelsberger (Randegg), Reinhard und Karin Kern (Steinakirchen), NÖ Mostkönigin Sigrid Huber, Heide Maria Heigl (Wang), Johann Lueger (Opponitz), Edith, Mathias und Jakob Aigner (Gresten-Land), Jürgen und Michaela Fenzl (Scheibbs), Inge und Konrad Sonnleitner (Waidhofen an der Ybbs) sowie Daniela und Augustin Frühwald (Reinsberg).
Anna Faltner

Egal ob Schmiedmost, Schmiedperle oder der Schmiedradler – die Produkte der Schmiedmostbauern sind bei Veranstaltungen in der Region oder im Supermarkt nicht mehr wegzudenken.

Von anfänglich fünf Biobetrieben, die sich 2007 zusammenschlossen, um unter einer gemeinsamen Marke ihre Produkte zu vermarkten, hat sich diese „Familie“ der Schmiedmostbauern vergrößert. Vergangenen Mittwoch wurde mit Familie Aigner aus Gresten-Land die mittlerweile achte Familie als Mitglied der Schmiedmostbauern aufgenommen.

Eine kleine Verkostung durfte bei der Vorstellung der neuen Kollegen am Biohof Steg nicht fehlen (von links): Reinhard und Karin Kern (Steinakirchen) mit Daniela und Augustin Frühwald (Reinsberg).
NOEN

Mit einem kleinen Freiluft-Fest stellten Mathias und Edith Aigner der Presse sowie ihren Kollegen ihren Betrieb vor, den sie vor einem Jahr übernommen haben.

Das Brot aus dem Ofen von Mama Maria hat immer schon eine große Rolle am Biobetrieb Steg gespielt. Dann entwickelte Mathias Aigner, der auch im Gemeinderat Gresten-Land tätig ist, ein Interesse für Obst, das er schließlich 2015 mit dem Obstverarbeitungsmeister professionalisiert hat. „Jetzt produzieren wir Most, Schnaps und Säfte, etwa für das Naturkoststüberl in Gresten. Das wollen wir noch sukzessive steigern“, erzählt der 30-Jährige.

„Erfahrungsaustausch ist das Wertvollste“

Und jetzt kommen ja immerhin noch die Schmiedmost-Produkte dazu. „Darauf freuen wir uns sehr, dass wir zu dieser Gruppe dazustoßen dürfen. Denn das sind die Besten“, ist Mathias Aigner stolz. Besonders gefällt ihm, dass es sich dabei ausschließlich um Biobauern handelt, die sich kennen und regelmäßig treffen. „Das gemeinsame Verkosten und der Erfahrungsaustausch sind für mich das Wertvollste überhaupt“, betont der junge Landwirt.

Wie es überhaupt dazu kam, dass die Schmiedmostbauern auf die Familie Aigner aufmerksam wurden? „Wir haben eure Produkte verkostet und finden, dass ihr sehr gut zu uns dazu passt“, stellte Leopoldine Adelsberger, Sprecherin der BioRegion Eisenstraße, gleich klar.

Zur Info: Um Teil der Schmiedmostbauern zu werden, muss man einen Biobetrieb führen und überwiegend die Produkte vom eigenen Hof verarbeiten. Äpfel und Birnen aus den hofeigenen Streuobstwiesen sind die Hauptbestandteile der „Schmiedmostbauern“-Produkte. Das erste Produkt war der Schmiedmost. „Den haben wir so getauft, weil wir alle in der Eisenstraße zuhause sind“, erklärt Adolf Adelsberger.

Mittlerweile ist das Sortiment stark gewachsen (siehe ganz unten). Alle Produkte, die unter dieser Marke verkauft werden, müssen vorher eine unabhängige, sensorische Qualitätskontrolle bestehen. Die äußerst kritischen Schmiedbauern-Kollegen geben ein strenges Urteil ab. Und dieses wird durch zahlreiche Prämierungen bei der Goldenen Birne (Ab-Hof-Messe) oder bei Falstaff bestätigt. So viel sei schon verraten: Die acht Schmiedmostbauern feilen schon eifrig an einem neuen Produkt. Es braucht aber noch ein bisschen, um die Geschmacksabstimmung zu optimieren.