Tatzreither bleibt Vize in Randegg. Junge VP-Kandidaten wollen vorerst noch nicht ganz nach vorne, auch wenn sie bei den Vorzugsstimmen top waren.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 12. Februar 2020 (06:04)
Das Führungsduo in Randegg bleibt vorerst unverändert. Josef Tatzreither wird Claudia Fuchsluger zumindest in der ersten Hälfte der Periode als Vizebürgermeister zur Seite stehen.  Foto: CE
Christian Eplinger

Der Wähler hatte bei den Gemeinderatswahlen das Sagen bei der ÖVP Randegg und entschied, wer in den Gemeinderat einziehen werde. 17 Mandate – um zwei mehr als 2015 – verbuchte die ÖVP mit diesem Wahlmodell und ging damit als großer Wahlsieger hervor. Die SPÖ verlor ein Mandat und hält nun bei zwei Mandaten, die FPÖ schaffte den Einzug in den Gemeinderat nicht mehr.

„Alle haben vorerst aus familiären Gründen noch abgewunken“

Bei den Vorzugsstimmen hatte Bürgermeisterin Claudia Fuchsluger mit 546 Stimmen klar die Nase vorn. Dahinter folgen Matthias Repper (422 Stimmen), Manfred Wieser (306), Margit Lechner (251) und Roland Hudl (247). Diese vier werden von der ÖVP gemeinsam mit Josef Tatzreither auch für den Gemeindevorstand nominiert und sollten am 28. Februar in der konstituierenden Sitzung auch gewählt werden. SP-Spitzenkandidat Andreas Strohmaier, der trotz Wahlniederlage gehofft hatte, sein Vorstandsmandat behalten zu können, wird sich mit der Rolle des Prüfungsausschussobmannes zufriedengeben müssen.

Dass der bisherige Vizebürgermeister Josef Tatzreither – er hatte sich selbst aus dem Spiel genommen und lag nur auf Platz acht bei den Vorzugsstimmen (214) – im Vorstand und auch Vizebürgermeister bleiben soll, hat sich erst bei einer Parteivorstandssitzung in der Vorwoche ergeben.

„Wir wollten eigentlich dem Wählerwillen Folge leisten und einen jungen Kandidaten nach vorne stellen. Doch alle haben vorerst aus familiären Gründen noch abgewunken. Ich kann das durchaus verstehen, ist doch Matthias Repper noch bis Ende 2021 mit dem Breitbandausbau ziemlich angehängt und noch dazu frisch verheiratet. Und bei Manfred Wieser ist es ähnlich. Er hat den Betrieb zu Hause ausgebaut und wurde in der Wahlnacht zum zweiten Mal Vater“, schildert Bürgermeisterin Claudia Fuchsluger im NÖN-Gespräch. Tatzreither bleibt damit zumindest die Hälfte der Periode noch Vize. Spätestens nach drei Jahren soll es einen Wechsel geben.