Neues System für Altglas und -metall. Aus derzeit 500 kleinen Altstoffsammelinseln im Bezirk sollen 130 werden – zentral gelegen und mit modernen Behältern.

Von Karin Katona. Erstellt am 04. Mai 2017 (02:50)
Am vergangenen Dienstag gab es eine Vorstellung des neuen Altglas- und Metallsammelsystems durch GVU-Geschäftsführer Johann Wurzenberger und GVU-Obmann Bürgermeister Christoph Trampler (links) für die GVU-Gemeindevetreter. Beschlossen ist die neue Verordnung noch nicht.
Karin Katona

Vertreter der Gemeinden des Gemeindeverbands für Umweltschutz (GVU) Bezirk Scheibbs waren am vergangenen Dienstag am Standort Purgstall zur Vorstellung eines neuen Sammelsystems für Glas- und Metallverpackungen eingeladen. Denn nicht nur die Behälter und die Art ihrer Entleerung, sondern auch die Aufstellungsdichte soll überdacht werden. „Derzeit gibt es im Bezirk etwa 500 Altstoffsammelinseln, die bei der Entleerung im Durchschnitt aber nur zu 50 Prozent befüllt sind.

An guten Standorten sind die Behälter oft überfüllt“, weiß GVU-Geschäftsführer Johann Wurzenberger. Die Erfahrung zeige, dass weniger, dafür zentral gelegene Sammelstellen zeitgemäßer und effizienter seien: „Wichtig ist, dass ideale Standorte in Fahrtrichtung zu Einkaufsmöglichkeiten, Schule oder Arbeitsplatz gefunden werden“, argumentiert Wurzenberger. Etwa 130 Altglas- und Metallsammelinseln sollen es in Zukunft werden. Neu sind auch die Sammelbehälter. „Die neuen Behälter bieten durch ihre kompaktere Bauweise ein höheres Sammelvolumen bei geringerem Platzbedarf“, erklärt der GVU-Geschäftsführer.

Sie weisen außerdem noch einige andere wichtige Vorteile auf: Durch die Lärmdämmung der Behälter und der Einwurföffnung gibt es weniger Lärm beim Einwurf. Die Deckel sind – im Gegensatz zu denen der alten Container – nicht aufklappbar, was die unsachgemäße Entsorgung, etwa von Fensterglas oder Bauschutt, deutlich reduziert.

Schneller und wirtschaftlicher, aber weniger Lärm

Die neuen Behälter werden im Hubsystem entleert. Dabei wird der Inhalt der Container nicht wie bisher auf einen Anhänger geschüttet, sondern der Container mit geöffnetem Boden über einen Anhänger entleert. „Eine schnellere und wirtschaftlichere mit weniger Lärmbelästigung“, weiß GVU-Geschäftsführer Wurzenberger.

Beschlossen, klärt GVU-Obmann Bürgermeister Christoph Trampler auf, sei die Einführung des neuen Sammlungssystems noch nicht: „Wir wollten den Gemeindevertretern erst einmal die Möglichkeit geben, sich mit dem neuen System vertraut zu machen und das auch in ihren Gemeinden zu kommunzieren.“ Nach der Informationsveranstaltung gibt es mit einigen Gemeinden noch intensive Gespräche.

Dann wird der GVU-Vorstand einen Beschluss über die Umstellung des Sammelsystems fassen. „Wichtig sind uns die Zusammenarbeit mit den Gemeinden und die umfassende Information der Bürger“, betont GVU-Geschäftsführer Johann Wurzenberger. „Jeder Bürger soll wissen, welche Altstoffe wohin gehören.“