Erlauftalbahnstrecke nach Zugunglück wieder freigegeben. Als überaus schwierig gestalteten sich die Aufräumungsarbeiten nach dem Zugunglück am Donnerstagabend bei der Eisenbahnkreuzung in Purgstall. Heute früh konnte die Erlaufbahn den Betrieb wieder aufnehmen.

Von Christian Eplinger. Update am 18. November 2016 (08:28)

„Sowohl der Lkw als auch die Triebwagengarnitur haben viel Öl und Diesel verloren. Wir mussten teilweise das Erdreich abgraben und haben auch den Schadstoffgruppe der Bezirks beigezogen. Auch die Bezirkshauptmannschaft ist eingeschaltet“, erläutert Franz Ditzer, Kommandant der FF Purgstall und Einsatzleiter vor Ort, im Gespräch mit der NÖN.

Mit der Bergung des schwer beschädigten Sattelschleppers, der Betonplatten geladen hatte, waren zwei Kranwagen beschäftigt. Die Bergung dauerte noch lange in die Nachstunden. So lange blieb auch die Landesstraße zwischen Purgstall und Zarnsdorf gesperrt.

Bahnschwellen müssen repariert werden

Die Sperre der Erlauftalbahn zwischen Scheibbs und Wieselburg konnte am Freitag-Morgen aufgehoben werden. Beschädigte Bahnschwellen sollen in den kommenden Nächten sukzessive repariert werden.

Der Sattelschlepper dürfte den Triebwagen der Erlauftalbahn laut Zeugenaussagen relativ ungebremst gerammt haben, wodurch der Triebwagen aus den Gleisen gehoben wurde. „Es war ein riesiges Glück, dass die Triebwagengarnitur nicht umgekippt ist, und dass noch dazu die beiden Zuginsassen im zweiten Wagon gesessen sind“, schildert ein ÖBB-Mitarbeiter vor Ort.

Lkw-Fahrer ins Krankenhaus eingeliefert

Bei dem Zugunglück wurde der aus Scheibbs stammende Lkw-Fahrer leicht verletzt, zur Beobachtung vom Roten Kreuz aber in das Landesklinikum Scheibbs eingeliefert. Der Triebwagenführer sowie die beiden Zuginsassen, zwei junge Burschen, blieben unverletzt.

NÖN.at hatte berichtet:

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