Altes Haus, neues Innenleben: "Pemsel" in neuem Licht. Die Firma Pemsel präsentiert ab Freitag ihr Mode- und Wäschegeschäft in der Hauptstraße in neuem Glanz. Modern, hell, freundlich, größer sind die treffenden Schlagwörter.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 11. September 2018 (04:23)
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Richard Pemsel im rundum erneuerten Geschäftslokal des Mode- und Wäschegeschäftes Pemsel, das am Freitag eröffnet. Hell, modern und mit neuem behindertengerechten Eingang präsentiert sich dieses.
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Für die Scheibbser Innenstadt ist der kommende Freitag wieder ein wichtiger Impuls. Nicht nur weil die lange Einkaufsnacht mit zahlreichen Attraktionen am Programm steht, sondern vor allem weil sich mit dem Mode- und Wäschegeschäft Pemsel ein Traditionsbetrieb in neuem, modernen Licht präsentiert.

„Wir haben lange überlegt, bis wir uns zu diesem Schritt entschlossen haben. Jetzt sind wir aber alle sehr glücklich und freuen uns auf Freitag. Und wir merken, dass auch das Interesse in der Bevölkerung groß ist“, betont Richard Pemsel, der gemeinsam mit seinem Bruder Karl die Firma Pemsel führt.

Relaunch für Sortiment

Im Juni haben die Umbauarbeiten in dem Gründerzeithaus begonnen. Das Innenleben, Fußböden und Installationen wurden komplett erneuert. Die abgehängte Decke wurde weggenommen, wodurch das alte Gewölbe besser zur Geltung kommt. „Mit 3,50 Metern Raumhöhe, fast ein halber Meter mehr als vorher, wirkt das Geschäft natürlich auch gleich um einiges größer“, weiß Pemsel.

Das Geschäft ist aber auch um einige Quadratmeter vergrößert worden. Ehemalige Lagerräume wurden zu Geschäftsflächen oder Umkleiden. Auch das Sortiment erfährt einen kleinen Relaunch. „Wir werden moderner und modischer und haben einige neue Marken dazu bekommen“, sagt Pemsel. Das Näh- und Heimtexitliensortiment bleibt im Obergeschoß des Sportgeschäfts beheimatet.

Ein Haus mit über 100-jähriger Geschichte

Das Haus selbst hat eine lange Geschichte. 1889 wurde es vom damaligen Scheibbser Bürgermeister und Kaufmann Karl Höfinger errichtet. In den 20er-Jahren hat sich Johann Pemsel, der Urgroßvater von Richard und Karl, mit 50 Prozent eingekauft. Marianne Aigner, eine Schwester von Johann Pemsel, hat dort ihr Kaufhaus eröffnet, das nach dem Zweiten Weltkrieg Karl Pemsel senior-senior (der Großvater) übernommen hat. Bis 1996 gehörte die Hälfte des Gebäudes noch der Familie Gaudernak, ehe die Familie Pemsel das Gebäude komplett übernahm.