Festtage in Reinsberg: „ Wir haben etwas Großartiges geschafft“

Erstellt am 22. Juni 2022 | 04:10
Lesezeit: 4 Min
Was vor zehn Jahren mit einer Vision begann, fand mit einem Festakt am Sonntag ein glückliches Ende: Das Musium, der Kindergarten und der Dorfplatz wurden feierlich eröffnet.
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„Heute ist ein besonderer Tag, ein Festtag für die Gemeinde und die Pfarre und ein Festtag für alle, die hier in Reinsberg wohnen“, sprach Bürgermeister Franz Faschingleitner am Sonntag bei der Eröffnung des neuen Dorfzentrums.

Im Rahmen des dreitägigen Dorffestes standen mit dem Musium, dem Kindergarten und dem Dorfplatz gleich drei Eröffnungen an. Faschingleitner blickte nach einem beeindruckenden Zeitrafferfilm gemeinsam mit den Ehrengästen, allen voran LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Vertretern von Firmen und Vereinen sowie zahlreichen Bürgern auf die Entstehung dieser Projekte zurück.

Alles begann im April 2013 mit einer Vision für das 4.000 Quadratmeter große Areal. „Die grobe Kostenschätzung für das Gesamtprojekt betrug damals zehn Millionen Euro. „Für unsere 1.000 Einwohner-Gemeinde unfinanzierbar. Aber wo es eine Vision gibt, da entsteht ein Weg“, erläutert Faschingleitner. Der Bürgermeister setzte gemeinsam mit dem Vizebürgermeister den Sparstift an. Nur so konnten die ausfinanzierten 2,6 Millionen für das Musium Euro eingehalten werden. „Wir haben etwas Großartiges geschafft“, richtet Faschingleitner seine Dankesworte an die vielen freiwilligen Helfer, die 40.000 Schindeln angenagelt, den Boden verlegt und die Akustikwände selbst gestrichen haben. Insgesamt 7.000 ehrenamtliche Stunden, geleistet von Vereinsmitgliedern, Senioren und der Jugend sind so zusammengekommen. Sämtliche Förderpools wurden ausgeschöpft, um das Veranstaltungszentrum innerhalb von zwei Jahren aus dem Boden zu stampfen.

Der Bau des angrenzenden Kindergartens samt Spielplatz war der nächste Schritt. Mittels Elag-Förderung (50% Land NÖ, 50% EU-Gelder) entstand hier ein dreigruppiger Kindergarten inklusive Tagesbetreuungsstätte. Die Gestaltung des Dorfplatzes, der eine Verbindung zwischen Gemeinde und Kirche schafft, war der dritte Streich.

Und auch die nächsten Bauvorhaben sind bereits in der Pipeline. Die letzten beiden Bauvorhaben, ein Geschäftsgebäude und ein sozialer Wohnbau sind in Planung.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf blieb bei so viel Engagement und Hartnäckigkeit nichts anderes übrig, als zu gratulieren. „Wir haben trotz Krisen keinen Grund zum Jammern. Unser Auftrag ist es, das Beste daraus zu machen, und das wurde hier in Reinsberg in großartiger Art und Weise geschafft.“ Und Landtagsabgeordneter Anton Erber wünschte: „Wie schön könnt die Welt sein, wenn da überall a bisserl Reinsberg wäre.“

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