Sprit vom Wieselburger FH-Dach für E-Tankstelle. Erneuerbare Energie von der Photovoltaikanlage am Campus-Gebäudedach beliefert E-Tankstelle.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 20. Mai 2021 (18:02)
Sprit vom Dach. Die neue E-Tankstelle der Fachhochschule Wiener Neustadt Campus Wieselburg liefert erneuerbare Energie vom Dach des neuen Campus-Gebäudes auch für das betriebsinterne E-Auto.
FHWN, FHWN

Nach der Anschaffung eines betriebsinternen E-Autos folgt nun am Campus Wieselburg der Fachhochschule Wiener Neustadt eine E-Tankstelle. Die neue Ladestation wird mit Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage versorgt. Schon in den nächsten Tagen soll den Mitarbeitern, Lehrenden, Besuchern sowie Studierenden die E-Tankstelle zur Verfügung stehen. Außerdem gilt die Ladestation als wesentlicher Bestandteil der Lehre und Forschung.

Das Highlight der E-Tankstelle liegt in der Herkunft des Stroms. Denn hier wird auf die Photovoltaikanlage, die sich auf dem Dach des neuen Campus-Gebäudes befindet und dieses ebenso mit Strom versorgt, zurückgegriffen. Über eine Datenschnittstelle analysiert das System, wie viel Strom vom Gebäude bereits verbraucht wurde und gibt jene Strommenge an, die für die E-Tankstelle übrig bleibt. So kann der Energiefluss Schritt für Schritt nachvollzogen werden.

„Die Ladestation ist keine 08/15-Lösung, sondern in der Lage, bis zu 24 kW Gleichstrom zu laden. Normale Ladestationen in dieser Größenordnung laden mit Wechselstrom und können im Vergleich zur Gleichstromladung nicht an die verfügbare Leistung aus der Photovoltaikanlage angepasst werden“, erklärt der Fachbereichsleiter für nachhaltige Energiesysteme, Franz Theuretzbacher.

Durch Einbindung der Ladestation in Forschungsprojekte können außerdem verschiedene Fragestellungen, wie die Integration von E-Ladestationen in Energiegemeinschaften oder die Anpassung von unterschiedlichen Tarifsystemen an den verfügbaren Strom aus der Photovoltaikanlage getestet werden.