Neues Institut für FH Campus Wieselburg. Es herrscht Aufbruchsstimmung an der Fachhochschule Wiener Neustadt – die Kompassnadel zeigt in Richtung nachhaltige Zukunft. Um heute schon die idealen Bedingungen für morgen schaffen zu können, gründet die FHWN als erste Fachhochschule in Österreich ein interdisziplinäres Institut für Nachhaltigkeit. Geleitet wird es von der Wirtschaftswissenschafterin Karin Dobernig. Institutsstandort ist der Campus Wieselburg. Es soll aber standort- und fakultätsübergreifend wirken.

Von Red. Erlauftal. Erstellt am 03. März 2021 (08:44)
FHWN

Schon heute an morgen denken, die Umwelt schützen und nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen der heutigen Zeit finden – was sich viele Institutionen als ehrgeizige Ziele setzen, ist an der Fachhochschule Wiener Neustadt schon seit einigen Jahren gelebte Praxis.

Das unterstreicht beispielsweise das preisgekrönte Mobilitätskonzept des Wiener Neustädter City Campus, das mehrere Tonnen CO2-Ausstoß vermeidet. Der Campus Wieselburg mit seinen Schwerpunkten Marketing & Sustainable Innovation ist der derzeit einzige FH-Campus, der das Österreichische Umweltzeichen tragen darf. Diese positive Entwicklung soll nun mit dem neuen Institut für Nachhaltigkeit weitergeführt und ausgebaut werden.

„Mit der Gründung des Instituts will die FH sowohl auf Dynamiken in Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft reagieren, als auch ihre gesellschaftliche Verantwortung als Hochschule sichtbar machen. Wir stellen heute klare Weichen für die Zukunft und zeigen, dass wir es ernst meinen. Es geht nicht um einen grünen Anstrich, die 17 Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung schaffen einen neuen Rahmen für Kooperation und Wettbewerbsfähigkeit, der weltweit verstanden wird“, betont Armin Mahr, CEO der FH Wiener Neustadt.

Stärken stärken

Das Institut bündelt die Fülle an bereits bestehenden Kompetenzen und Erfahrungen im Bereich Nachhaltigkeit an der FH Wiener Neustadt. Am Campus Wieselburg der Fachhochschule wird seit vielen Jahren eine breite Palette an Studienprogrammen angeboten, die vom MA Green Marketing und MSc Eco Design über MSc Regenerative Energiesysteme & technisches Energiemanagement bis hin zum in Kürze startenden Studiengang BSc Produktionstechnik & Kreislaufwirtschaft reicht. Im neuen Institut sollen diese Themenschwerpunkte ausgebaut und in verschiedenen Projekten verstärkt integriert werden. Das Institut wird am Campus Wieselburg angesiedelt sein, wirken soll es aber standort- und fakultätsübergreifend, als Kompetenz- und Impulsgeber der gesamten Fachhochschule Wiener Neustadt.

Vielfalt als großer Trumpf

Leiterin des Instituts ist Karin Dobernig. Die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin lehrt und forscht seit vielen Jahren im Bereich Nachhaltigkeit; in ihrer Forschung beschäftigt sie sich unter anderem mit Fragen zu Nachhaltigem Konsum.

„Ich freue mich sehr darauf, das Institut gemeinsam mit einem so tollen Team von ausgewiesenen Nachhaltigkeits-Experten aufzubauen. Es ist eine Aufgabe, die ich mit viel Ambition, aber auch Demut annehme. Unsere Disziplinen-Vielfalt ist eine zentrale Stärke des neuen Instituts – disziplinenübergreifend zu arbeiten unterstützt ein ganzheitliches Verständnis von Nachhaltigkeit", betont Dobernig.

In den nächsten Monaten werden Karin Dobernig und ihr Team Themenschwerpunkte und Projektideen sondieren, um dann ab Herbst im Vollausbau des Instituts durchzustarten. Ziel ist es, vor allem das inter- und transdisziplinäre Arbeiten auszubauen. Das Institut wird sich integrativ und ganzheitlich mit Nachhaltigkeitsfragen beschäftigen – von der Frage, wie Produkte ökologisch nachhaltig designt und vermarktet werden bis hin zu Themen der Energietransformation.

Als Wirkungsverstärker des Instituts wird der renommierte Nachhaltigkeits-Experte Fred Luks die Hochschule als Leiter einer in der Geschäftsführung neu geschaffenen Stabsstelle für Nachhaltigkeit beraten. Auch Luks betont die Bedeutung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen: „Nachhaltigkeit ist heute und in Zukunft ein wichtiger Wettbewerbsfaktor für unsere Absolventen.“ Institut und Stabstelle werden eng kooperieren – nicht zuletzt bei der Einbindung