Lichtblick in schwieriger Zeit für Schnapsbrenner. Gerhard Teufl darf sich zum vierten Mal über vier falstaff-Auszeichnungen freuen. Der Zirbenlikör erreichte 92 von 100 Punkten. Ansonsten hat Teufl derzeit wenig Grund zur Freude.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 10. März 2021 (04:12)

Vor 16 Jahren hat Gerhard Teufl junior mit seinem Vater Gerhard Teufl senior mit der Eigenproduktion von Schnäpsen und Likören begonnen. Der „Ötscher Bitter“, ein Gin und ein Zirbenlikör nach Originalrezept einer Zillertaler Wirtin, waren die ersten drei Produkte, die die beiden nach fast einjähriger Entwicklungszeit auf den Markt brachten. Inzwischen produziert Gerhard Teufl bereits über 40 Produkte und ist ständig am Tüfteln.

Dennoch zählen die ersten drei Produkte noch immer zu den erfolgreichsten von Gerhard Teufl, der in Scheibbs den Getränkehandel Dollfuss in dritter Generation führt. Mit dem „Ötscher Bitter“, dem „X-Gin“ und dem Zirbenlikör sowie dem Walnusslikör schaffte Teufl heuer zum vierten Mal eine Auszeichnung des falstaff-Verlags.

Zirbenlikör mit 92 Punkten in der Elite

„Mit 92 Punkten haben wir beim Zirbenlikör die zweithöchste Bewertung im deutschsprachigen Raum und unser Vorjahresergebnis um fünf Punkte gesteigert“, freut sich Gerhard Teufl. Auch mit dem „Ötscher Bitter“ und dem Walnusslikör erreichte Teufl 90 von 100 möglichen Punkten. Einzig der „X-Gin“ fiel heuer um zwei Punkte auf 87 zurück.

„So Verkostungen sind immer auch ein wenig eine Glückssache. Dennoch, vier Mal hintereinander eine Auszeichnung zu bekommen, macht einen schon stolz. Und das vor allem, weil wir mit Naturprodukten arbeiten. Natürlich haben wir unsere Rezeptur, aber die Natur verändert sich jedes Jahr um Nuancen. Da muss man sich hintasten“, schildert Gerhard Teufl und freut sich, dass sich auch das „offizielle Scheibbs“ – von der Stadtgemeinde über den Wirtschaftsbund bis hin zum Wirtschaftsverein scheibbs.IM. PULS – mit Gratulationen, Blumen und kleinen Aufmerksamkeiten bei ihm und seiner Gattin Brigitte einstellte.

Die Auszeichnungen und die Gratulationen sind Balsam auf die Wunden der letzten Monate. Denn wirtschaftlich war 2020 ein ganz schwarzes Jahr für die Firma Dollfuss – Corona-bedingt eines der schlechtesten in der 64-jährigen Firmengeschichte. „Die Gastronomie, die Feste und Veranstaltungen machen rund 95 Prozent unseres Umsatzes aus. Aktuell haben wir fast alle Autos abgemeldet und unsere zehn Mitarbeiter sind in Kurzarbeit. Im Betrieb ist alles auf Vordermann gebracht. Jetzt warten wir darauf, dass es wieder losgeht und wir wieder mehr zu tun haben, als volle Fässer und Getränke von Skihütten retour zu holen. Denn auch dieses Geschäft, das wir uns in den letzten Jahren in der Region sukzessive aufgebaut haben, ging heuer sausen“, schildert Gerhard Teufl und rechnet seinen Mitarbeitern die Loyalität und Treue hoch an.

Übrigens: Die von falstaff ausgezeichneten Produkte gibt es im Getränkehandel Dollfuss zu verkosten und zu kaufen.