BLT Wieselburg feiert 75-jähriges Bestehen

Erstellt am 16. Juni 2022 | 06:36
Lesezeit: 3 Min
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Leiter der Forschung und Innovation Heinrich Prankl, (Präsident der Deutschen Landwirtschafsgesellschaft) Hubertus Paetow, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Staatssekretär Florian Tursky, Bundesminister Norbert Totschnig, Bauernbund-Präsident Georg Strasser, Direktor Alois Rosenberger und NÖ Bauernbund-Direktor Paul Nemecek feierten den 75. Geburtstag der BLT Wieselburg.
Foto: Claudia Christ
Seit 1947 steht in Wieselburg die Bundesanstalt für Landtechnik (BLT) für praxisnahe und innovative Forschung in der Agrartechnik. Ein Grund, um gemeinsam zu feiern.
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Hochrangige Politiker, Freunde und Kooperationspartner der BLT Wieselburg aus dem In- und Ausland waren gekommen, um mit einem Festakt, moderiert von Christina Meister-Sedlinger, „75 Jahre Agrartechnik am Francisco Josephinum“ zu feiern.

Gemeinsam mit Heinrich Prankl, dem Leiter für Forschung und Innovation machten sie sich auf eine Zeitreise: Die ehemalige Bundesversuchs- und Prüfungsanstalt für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte wurde 1947 in Wieselburg mit dem Ziel gegründet, die technische Entwicklung in der Landwirtschaft voranzutreiben. Dabei stand die Prüfung von Traktoren, Maschinen und Geräten im Fokus der Aktivitäten.

Die BLT (ehemals Bundesanstalt für Landtechnik), wie sie jetzt noch immer genannt wird, hat den Sprung von einer Prüfanstalt für Landmaschinen ins neue Zeitalter zu einer ausgezeichnet vernetzten und international anerkannten Forschungseinrichtung für Digital Farming geschafft. Gemeinsam mit der im Jahr 2010 gegründeten teilrechtsfähigen Forschungseinrichtung Josephinum Research werden Technologien des Precision Farmings, der Künstlichen Intelligenz bis hin zur Robotik bearbeitet. Zur Untersuchung neuer Entwicklungen im Bereich Bodenbearbeitung, Düngung, Pflanzenschutz oder Grünlandtechnik steht modernste Messtechnik und Kompetenz zur Verfügung. 2020 wurde gemeinsam mit über 20 Projektpartnern die Innovation Farm gegründet, wo an drei Standorten (Wieselburg, Bildungszentrum Mold und Raumberg-Gumpenstein) neue Entwicklungen insbesondere der Digitalisierung untersucht und demonstriert werden.

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Als Begrüßung für die beiden Tiroler Staatssekretär Tursky und Minister Totschnig spielte die Schulkapelle den Tiroler Treumarsch auf.
Foto: Claudia Christ

Präsident der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft Hubertus Paetow unterstrich in seiner Festrede die Herausforderungen für die Landwirtschaft aufgrund der multiplen Krisen. Beim Zusammentreffen von Industrie, Politik und Wissenschaft am Podium betonte Geschäftsführer Markus Baldinger von der Firma Pöttinger, dass die Zusammenarbeit mit dem Josephinum für den Bau von Traktoren unumgänglich sei. Die neue Rektorin der Universität für Bodenkultur Eva Schulev-Steindl wies auf die bedeutende Rolle der Grundlagenforschung hin. LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf – er hat selbst eine landwirtschaftstechnische Ausbildung am Francisco Josephinum genossen – richtete eine Bitte an Direktor Alois Rosenberger: „Bitte sorgt dafür, dass ihr den Nutzen der Digitalisierung für die Bauern und die Umwelt sichtbar macht und dass die Digitalisierung nicht überhöht wird, denn dass könnte Cyberangriffe fördern.“

Dem Staatssekretär für Digitalisierung und Breitband Florian Tursky sei bewusst, „wie wichtig eine leistungsfähige Internetversorgung und -anbindung auch im ländlichen Gebiet ist.“ Der neue Bundesminister für Landwirtschaft Norbert Totschnig gratulierte zum 75-jährigen Bestehen und versicherte: „Wir werden die Digitalisierung in der Landwirtschaft weiter unterstützen.“

Die Veranstaltung war gleichzeitig Auftakt für die Innovation Farm Days.

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