Scheibbser Bezirkskommandant Franz Spendlhofer: „Geplant ist einiges“

Pandemie ging auch an Feuerwehren nicht spurlos vorüber. Kameradschafts- und Nachwuchspflege litten am meisten. Auch zahlreiche Schulungen stehen an. Jetzt hofft Bezirkskommandant Franz Spendlhofer auf ein „halbwegs normales Jahr 2022“.

Erstellt am 06. Januar 2022 | 06:37
Lesezeit: 3 Min
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Ende Februar 2021 begann für Franz Spendlhofer aus Gaming die zweite Periode als Bezirksfeuerwehrkommandant. Allerdings wird diese kürzer ausfallen, denn spätestens im April 2024 muss der 62-Jährige aus Altersgründen seine Funktion abgeben.
Foto: Eplinger/Archiv

Mit Ende Februar 2021 startete FF-Bezirkskommandant Franz Spendlhofer aus Gaming in seine zweite Amtsperiode. Ein Rück- und Ausblick.

Die neuen Kommandos: Zu Beginn des Jahres 2021 fanden die Feuerwehrwahlen statt. Dabei wurden die Kommandos der einzelnen Wehren, der Unterabschnitte und Abschnitte sowie des Bezirks für die nächsten fünf Jahre gewählt. Auf Bezirksebene gab es eine große Änderung. Statt Andreas Kurz wurde Alois Hochholzer Stellvertreter. Auch in den 27 Feuerwehren des Bezirks gab es bei den Wahlen einen regen Wechsel: 14 neue Kommandanten, 15 neue Stellvertreter und sieben neue Verwalter. „Es hat sich zwar viel getan, der Übergang hat aber auf allen Ebenen sehr gut funktioniert. Die Zusammenarbeit klappt bei uns im Bezirk hervorragend“, freut sich Spendlhofer.

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Schulungsbedarf und Wettbewerbe: Für 2022 hofft Spendlhofer, dass die Ausbildungskurse in der FF Schule in Tulln alle stattfinden können. Die Frist für die neuen Chargen wurden zwar von zwei auf vier Jahre verlängert, dennoch: „Je früher unsere Leute die Kurse machen können, desto besser für die Weiterentwicklung.“ Spendlhofer hofft auch, dass 2022 wieder Wettbewerbe über die Bühne gehen können. Im Vorjahr wurden alle Leistungsbewerbe abgesagt. Einzig das Feuerwehrjugendleistungsabzeichen in Gold konnte durchgeführt werden. Aus dem Bezirk nahm Tobias Halbertschlager aus Reinsberg erfolgreich daran teil. „Geplant ist wieder einiges. Von den Abschnittsfeuerwehrtagen Ende März bis hin zu den Bezirksleistungsbewerben Ende Mai, die heuer in Gaming anlässlich des 150-jährigen Bestandsjubiläums der FF Gaming stattfinden sollen. Hoffen wir, das Corona dem keinen Strich durch die Rechnung macht“, sagt Spendlhofer. Übrigens: Auch die FF Oberndorf feiert 2022 ihr 150-jähriges Jubiläum und hat einen weiteren großen Grund zur Freude: In Oberndorf soll – so wie in Lackenhof – das neue Feuerwehrhaus 2022 fertiggestellt werden.

Corona-Folgen Kameradschaft und FF-Jugend. Auswirkungen zeigen die beiden Corona-Jahre bei der Feuerwehr-Jugend. Hier hat der Mitgliederstand gegenüber 2019 drastisch abgenommen. „Es sind leider viele Zusammenkünfte, Kurse, Übungen und Veranstaltungen ausgefallen. Das spüren wir so wie viele Vereine vor allem beim Nachwuchs, aber auch bei der Kameradschaftspflege im Erwachsenenbereich. Davon lebt allerdings das Feuerwehrwesen“, weiß Spendlhofer.

Einsatzbereitschaft: Trotz Corona-Fällen in den einzelnen Wehren gab es auch 2021 keinen Cluster bei einer Wehr im Bezirk. „Unsere Wehren waren zu jeder Zeit einsatzbereit und haben das vor allem bei den vielen Brandeinsätzen in diesem Jahr unter Beweis gestellt. Dazu sind auch besonders die Katastrophen-Hilfsdienste zu erwähnen. Da wurde 2021 Enormes geleistet. Vor allem auch von der neuen Waldbrandeinsatz-Einheit, der im Bezirk zwölf Mitglieder der FF Göstling, Lassing und Lunz angehören. Die wird 2022 übrigens auf 21 Mitglieder aufgestockt“, erklärt Spendlhofer, der selbst Landeseinsatzleiter dieser Einheit ist.

Mitgliederversammlungen: Eigentlich stünden um diese Jahreszeit auch wieder die Mitgliederversammlungen der Wehren am Programm. Doch vorerst ist der Terminplan sehr überschaubar. Die FF Perwarth machte am Sonntag zwar den Auftakt (siehe Seite 30), aber ansonsten sind vorerst nur drei weitere Mitgliederversammlungen geplant. Und auch deren Abhaltung ist noch nicht fix. „Mit 2G-Regel, zugewiesenem Sitzplatz und Maskenpflicht ist das nicht so prickelnd. Da haben viele Wehren ihre Versammlungen auf Sommer verschoben“, weiß Spendlhofer.