Brand in Oberndorf unter Kontrolle. Nach mehr als acht Stunden Kampf gegen die Flammen kann die Einsatzleitung in Oberndorf „Brand unter Kontrolle“ vermelden.

Von Christian Eplinger und Franz Reiterer. Erstellt am 13. Mai 2019 (14:06)

Gegen 5 Uhr früh war heute auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Grub (Gemeinde Oberndorf) ein Großbrand ausgebrochen. Das Wirtschaftsgebäude und die Stallungen brannten völlig ab, auch das Wohnhaus wurde schwer beschädigt.

Kurz vor 13 Uhr hatten die über 150 im Einsatz stehenden Feuerwehrleute den Brand aber unter Kontrolle. „Wir sind gerade dabei, die Glutnester im niedergebrannten Stallbereich zu löschen und das brennende und schwellende Material mit einem Bagger umzuschaufeln. Gleichzeitig müssen wir das Dach beim Wohnhaus abdecken, um die Holzunterkonstruktion zu löschen. Das ist extrem schwierig und zeitaufwendig“, erläutert Florian Punz von der FF Hub-Lehen, der im Stab der Einsatzleitung tätig ist.

Einsatz unter schwerem Atemschutz

Die FF-Leute müssen großteils mit schwerem Atemschutz vorgehen. Erschwerend hinzu kommen immer wieder verendete Tierkadavar, die in den Stallbereichen gefunden werden. In einem weiteren Abschnitt wird begonnen, mit einem Kran und einem Lkw Material zu sondieren und weitere Glutnester zu löschen.

Parallel dazu fuhren Traktoren mit Wasserfässern, um einen naheliegenden Löschteich mit Wasser aufzufüllen. Von dort wurde mittels einer 1,6 Kilometer länger B-Leitung Wasser zusätzlich zum Brandherd gepumpt.

„Die Löscharbeiten werden heute wohl noch den ganzen Tag über andauern“, weiß Punz. Das Wohnhaus dürfte wohl nach dem Großbrand nicht mehr bewohnbar sein.

Familie blieb unverletzt

Die sechsköpfige Familie, die auch eine gut funktionierende Käserei betrieb, blieb bei dem Brand unverletzt. „Sie kommt vorerst bei Verwandten über. Es ist eine wirkliche Katastrophe. Denn durch das Feuer wurde ein Betrieb, der über Generationen erfolgreich aufgebaut wurde, mit einem Schlag vernichtet“, fühlt Oberndorfs Bürgermeister Walter Seiberl mit der Familie mit und sagt seitens der Gemeinde jede mögliche Unterstützung zu.

Insgesamt kämpften über 150 Florianis mit 27 Fahrzeugen von 12 Wehren aus 2 Bezirken unter teils großen körperlichen Einsatzes gegen die Flammen an. Während die meisten Einsatzkräfte gegen 18 Uhr nach 13 Stunden unerdmüdlichen Einsatzes wieder abrücken konnten, sind nach wie vor (Stand Montag 22:30 Uhr) die Kameraden von Hub-Lehen und Oberndorf mit Nachlöscharbeiten und der Feuerwache beschäftigt.