Studie: Onlineshopping direkt beim Hersteller oder doch beim Händler?

Die FH Wieselburg-Absolventin Nina Reinecker führte für ihre Master-Arbeit eine umfangreiche Studie durch.

Erstellt am 17. Dezember 2021 | 05:47
Lesezeit: 1 Min
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Nina Reinecker ist stolze Absolventin des Studiengangs „E-Commerce“ am Campus Wieselburg der FH Wiener Neustadt.
Foto: FHWN

Nina Reinecker verfasste im Zuge ihrer Masterarbeit am Campus Wieselburg der FH Wiener Neustadt eine umfangreiche Studie zum Thema Online-Shops. Die Absolventin des Studiengangs E-Commerce widmete sich dem Vergleich von Händler-Onlineshops und Hersteller-Onlineshops. Im Mittelpunkt standen die unterschiedlichen Vorteile der jeweiligen Shops für die Konsumentinnen und Konsumenten.

„Ziel dieser Studie war es, die Nutzerakzeptanz der österreichischen Endkonsumentinnen und -konsumenten von Hersteller-Onlineshops im Vergleich zu Händler-Onlineshops zu untersuchen, um darauf aufbauend Handlungsempfehlungen für produzierende Betriebe und deren Vertriebsstrategie abzuleiten“, erklärt Reinecker ihre Arbeit.

Für die Studie erhob die Master-Absolventin die Nutzungshäufigkeiten von 13 Produktkategorien für den Online-Handel pro Onlineshop-Art, darunter Elektrogeräte, Bücher, Sport/Outdoor-Artikel, Bekleidung und Schuhe. 328 aktive Online-Shopperinnen und Shopper aus Österreich im Alter von 16 bis 65 Jahren wurden im zweiten Teil der Studie befragt, unter anderem ging es um ihre Nutzungsmotive.

„Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass österreichische Konsumentinnen und Konsumenten alle betrachteten Produktkategorien häufiger in Händler-Onlineshops kaufen – vor allem bei Low-Involvement-Produkten. Unabhängig von der Produktkategorie schneiden Hersteller-Onlineshops hingegen beim Kauf von High-Involvement-Produkten besser ab“, fasst Studiengangsleiter Rainer Neuwirth die Ergebnisse zusammen.

Bei sogenannten „Low-Involvement-Produkten“ handelt es sich um Waren, die man aus Gewohnheit und regelmäßig kauft und bei denen man so schnell nichts falsch machen kann. Im Gegensatz dazu sind High-Involvement-Produkte meist größere Anschaffungen, die oft teurer sind.

Beide Arten von Online-Shops haben ihre Daseinsberechtigung, resümiert Rein ecker. Für den langfristigen Unternehmenserfolg sollten die Vorteile beider genutzt werden.