Scheibbs: Verein bracht Bücher zu Menschenrechten heraus

Erstellt am 12. Dezember 2021 | 05:12
Lesezeit: 2 Min
Johann Pöcksteiner und Eva Hottenroth
Johann Pöcksteiner und Eva Hottenroth von „Willkommen – Verein zum Finden einer neuen Heimat“ mit den Büchern „Zumutungen“ und „Ermutigungen“.
Foto: privat
„Willkommen. Verein zum Finden einer neuen Heimat“ hat zwei Bücher rund um das Thema Menschenrechte herausgegeben.
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Der Scheibbser Verein „Willkommen. Verein zum Finden einer neuen Heimat“ setzt sich seit sieben Jahren für Menschen ein, die durch Flucht oder Immigration in der Region gelandet sind. „Wir helfen diesen Menschen, die auf der Suche nach Überleben und Frieden zu uns gekommen sind, gut bei uns anzukommen“, sagt Obmann-Stellvertreterin Eva Hottenroth.

Sie hat, um auf das Problem aufmerksam zu machen, im Dezember 2020 eine „soziale Skulptur“ gestaltet und vom 1. bis 24. Dezember jeden Tag einen persönlichen Brief an ein Regierungsmitglied sowie an Parteichefinnen, Landeshauptleute, EU-Abgeordnete, Amnesty International und an den Bundespräsidenten geschrieben. Aus den Briefen und den Antworten darauf, mit einem Vorwort von Josef Hader und einem Nachwort von ,,Courage.Jetzt“ versehen, ist nun Band 4 ,,ZUMUTUNGEN / Mit hoffnungsvollen Grüßen. Briefe an die Bundesregierung“ aus der Reihe ,,Geschichten der Gegenwart“ von Herausgeber Ernst Schmiederers lnstitut für die Geschichten der Gegenwart geworden.

Bände wollen Lust aufs Mitmachen wecken

Band 5 ,,ERMUTIGUNGEN/ Die Menschen von Scheibbs. Dokumentation einer Anstrengung“ führt das Thema fort. Der Soziologe Alexander Behr berichtet von seiner Reise mit Jean Ziegler auf die Insel Lesbos, Geflüchtete erzählen von ihren Erlebnissen. „Willkommen. Verein zum Finden einer neuen Heimat“ gibt Einblick in seine Aktivitäten und sein Netzwerk.

Außerdem werden Menschenrechtsthemen aus der Praxis näher beleuchtet, Mit-Autoren sind zahlreiche Menschenrechts-Aktivisten, Journalisten und politisch Tätige. Die Bände wollen Lust machen aufs Mitmachen in Gruppen wie ,,Willkommen. Verein zum Finden einer neuen Heimat“, sie sollen informieren und zum Nachdenken anregen. „Vor allem sollen die Bücher diejenigen stärken, die sich für andere einsetzen und sich manchmal fragen, ob es die viele Mühe wert ist. Denn wenn wir wissen, dass wir viele sind, werden wir mehr erreichen. Gemeinsam sind wir stärker. Die Menschen von Scheibbs machen es vor“, sagt Eva Hottenroth.

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