BORG Scheibbs: „Schlimmer als im Vorjahr“

BORG spürt die Folgen der Ö3-Disco. Aktuell elf Corona-Fälle in der Schule.

Christian Eplinger
Christian Eplinger Erstellt am 21. September 2021 | 14:26
Schule Symbolbild
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Foto: lonndubh, Shutterstock.com

„Wenn mir noch vor wenigen Wochen jemand gesagt hätte, das heurige Schuljahr wird schlimmer als das vorjährige, hätte ich nur ungläubig den Kopf geschüttelt. Inzwischen weiß ich es besser. Wir sind noch meilenweit entfernt von einem normalen Unterricht. Schule besteht derzeit großteils aus testen und Listen führen. Und dann kommt auch noch so ein Cluster. Danke Ö3“, zeigt sich der Scheibbser BORG-Direktor Andreas Schmid am Montagvormittag etwas genervt von der Situation.

Seine Schule hat vor allem die Folgen der Ö3-Disco in der Scheibbser Stocksporthalle zu spüren bekommen. Von dort aus hat es ja 34 nachgewiesene Corona-Fälle gegeben. Elf davon betrafen Schüler aus dem BORG. Dazu kommen noch weitere Fälle, die sich im familiären Umfeld infiziert hatten. Man habe zwar keine ganzen Klassen schließen müssen, doch „derzeit fehlen etliche Schüler in den verschiedensten Klassen wieder Corona-bedingt.

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Sei es, weil sie positiv getestet worden sind oder weil sie als Sitznachbar von den Quarantäne-Bestimmungen betroffen sind“, weiß Andreas Schmid. Dazu kommen noch Schüler, die als Kontaktpersonen mit niedrigem Risiko eingestuft werden. „Die dürfen zwar in die Schule gehen, aber müssen dort durchgehend eine Maske tragen und sollten soziale Kontakte eigentlich weitestgehend vermeiden“, erläutert Schmid.

Maskenpflicht auch im Unterricht

Er hat in Absprache mit der Bildungsregion schon am Montag der Vorwoche, als die ersten Fälle nach der Ö3-Disco publik wurden, die Maskenpflicht auch im Unterricht verordnet. „Sonst hätten wir wahrscheinlich noch viel höhere Zahlen“, sagt Schmid und ist schon gespannt, wie es ab nächster Woche weitergeht. Denn eigentlich wäre diese Woche die letzte Woche der „Sicherheitsphase“. Aktuell gab es am Montag und Freitag immer Antigen-Tests und am Mittwoch einen PCR-Test, wobei allerdings erst jener in dieser Woche funktioniert hat. In der ersten Woche hatte es massive Logistikprobleme gegeben.

Ab kommender Woche werden die Schulen in unterschiedliche Risikostufen eingeteilt. „Manche müssen dann gar nicht mehr testen, manche nur mehr die Ungeimpften. Wobei bei uns gerade in den unteren Klassen die Zahl der Ungeimpften klar überwiegt. Ich kann mir aber angesichts der aktuellen Infektionslage in unserer Region nicht vorstellen, dass wir ohne Tests durchkommen“, glaubt Schmid. Außerdem hat er eine gewisse Skepsis, wenn Geimpfte nicht mehr testen müssen. „Bei unseren Fällen zeigt sich, dass rund ein Viertel der Betroffenen schon geimpfte Schüler sind. Sie haben zwar einen sehr leichten Verlauf, aber zu 100 Prozent schützt eben auch die Impfung nicht“, warnt der BORG-Direktor vor zu großer Sorglosigkeit.