Badeschluss für beliebten Bademeister

Die Badesaison im Gaminger Ötscherlandbad ist zu Ende. Für Bademeister Walter Stanglauer stehen die letzten Arbeiten an, bevor er in Pension geht.

Claudia Christ
Claudia Christ Erstellt am 16. September 2021 | 15:57
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Walter Stanglauer beim letzten Aufräumen im Ötscherlandbad in Gaming. Mit Ende Oktober heißt es für den beliebten Bademeister „Ab in die Pension“.
Foto: Christ

Mit dem Saisonende im Gaminger Ötscherlandbad am Sonntag der Vorwoche ging auch für Bademeister Walter Stanglauer ein Abschnitt zu Ende. Nach fünf Jahren als Bademeister geht der 62-Jährige mit Ende Oktober in den Ruhestand. „Der Abschied von den Stammgästen ist mir nicht leicht gefallen. Ein Kind hat mir sogar ein selbst gedichtetes Gedicht vorgetragen“, erzählt er und wird etwas wehmütig.

Jeden Morgen um sechs Uhr war für Stanglauer Tagwache im Bad. „In der Früh bin ich immer noch eine Viertelstunde geschwommen, dann aber ging es los mit dem Saubermachen der Becken und der Anlage“, erklärt er. Um 9 Uhr sind dann meistens die ersten Morgenschwimmer schon vor der Tür gestanden. „Ich war immer bedacht darauf, dass alles tiptop ist. Die Reinlichkeit im Bad lag mir immer besonders am Herzen“, sagt Stanglauer, der mit der heurigen Saison trotz unbeständigen Wetters durchaus zufrieden ist. Insgesamt 11.139 Eintritte wurden im Ötscherlandbad seit 19. Mai gezählt. Etwas mehr als im Vorjahr, das auch bereits von der Covid-Situation geprägt war. Auffällig war aber heuer, „dass die Jugendlichen ab zwölf Jahren als Gäste nur schwach vertreten waren. Das ist sicher am Testen gelegen“, meint Stanglauer.

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„Der Abschied von den Stammgästen ist mir nicht leicht gefallen“. Walter Stanglauer

Besonders der Umgang mit den Badegästen und den Kollegen werde ihm fehlen, betont der ehemalige selbstständige Maler, der auch bereits vor seinem Bademeister-Job in der Gastronomie berufliche Erfahrung gesammelt hat.

Jetzt heißt es aber erstmals, das Freibad winterfit zu machen und gleichzeitig das Hallenbad für die bevorstehende Wintersaison, diese beginnt ab 20. September für die Schüler und ab 1. Oktober für die anderen Gäste, aufzurüsten. „Und dann muss auch noch mein Nachfolger eingeschult werden“, sagt er.

Ende Oktober ist aber dann endgültig Schluss für den Bademeister, der seine freie Zeit dann voll und ganz seinen drei Enkeln sowie seinen Hobbys, dem Ski- und Radfahren und dem Reiten widmen möchte. „Und wenn mir dann noch langweilig ist, dann suche ich mir halt noch einen Nebenjob“, meint er scherzhaft und ergänzt: „Im nächsten Sommer komme ich nur mehr als Gast hierher. Denn ich liebe dieses Bad in dieser wunderbaren Umgebung.“