Kartausenbräu ist "randvoll" mit Regionalität. Gaminger Kartausenbräu setzt auf Produkte aus der Region und eigenen Gerstenanbau.

Von Claudia Christ. Erstellt am 30. April 2021 (04:13)
Braumeister Harald Tiefenbacher vom Gaminger Kartausenbräu und sein neuer regionaler Geschäftspartner Biobauer August Frühwald aus Reinsberg präsentieren das neueste Produkt der Brauerei, den Bio-Birnenradler.
Gaminger
Kartausenbäu, Gaminger
Kartausenbäu

Das Gaminger Kartausenbräu setzt nun in puncto Regionalität völlig neue Maßstäbe.

Bereits mit dem neuesten Produkt, dem Birnenradler, hat man hier die neue Richtung eingeschlagen. Die Birnen für das Gebräu kommen von Hechal’s Biospezialitäten der Familie Frühwald aus Reinsberg. Alles Bioqualität, versteht sich.

„Wir haben in Bergland einen Bauern gefunden, der unsere eigene Gerste anbaut. “ Harald Tiefenbacher, Braumeister Kartausenbräu

„Der Birnenradler ist unser erster Radler in unserem Sortiment und enthält 40 Prozent des reinen Biosaftes“, erklärt Braumeister Harald Tiefenbacher.

Doch die Brauerei schlägt auch bei der Gerste neue Wege ein. Künftig werden nämlich die Biere der Traditionsbrauerei zum überwiegenden Teil mit Gerste aus eigenem Anbau produziert. Angebaut und geerntet wird der Grundstoff für das Gebräu in der Gemeinde Bergland.

„Wir haben hier einen Bauern gefunden, der uns auf einer Fläche von vier Hektar unsere eigene Gerste anbaut und erntet“, freut sich Braumeister Harald Tiefenbacher, der mit seinem Kollegen die Idee dafür geboren hatte. Die Menge entspricht dem Jahresbedarf der Brauerei, die alljährlich 60.000 Liter verschiedenster Biersorten in Gaming produziert.

Die Gerste wurde bereits vor einigen Wochen am 4,2 Hektar großen Feld angebaut. Die Ernte erfolgt Mitte Juli. Danach wird die Gerste gelagert, bevor sie wieder in der Mälzerei unter Wasser gesetzt wird und keimt. Erst dann wird sie in Säcken abgefüllt und kommt wieder zur Brauerei zurück. „Es ist natürlich ein großer Aufwand, der da betrieben werden muss, aber für die Regionalität unserer Produkte lohnt sich das allemal“, sagt Tiefenbacher.

Schon im Herbst wird es das erste Mal ein Kartausenbräu gefüllt mit 98 Prozent regionalen Zutaten zu verkosten geben. Künftiges Ziel ist es, die Produktionsmenge auf 100.000 Liter zu steigern. Denn auch das Exportgeschäft soll weiter angekurbelt werden. Dass am Kartausenbräu bereits die Amerikaner Geschmack gefunden haben, ist kein Geheimnis: „Eine Lieferung haben wir bereits im Vorjahr rübergeschickt. Diese Woche gibt es in diesbezüglich weitere Gespräche mit dem Exporteur.“