Die FF-„Servicestelle“ ist gewählt. In großer Eintracht wählten FF-Funktionäre beim Konvent in Gaming ihre Spitzen im Bezirk, den drei Abschnitten und den Unterabschnitten.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 01. März 2021 (10:31)

Am Samstag war Wahltag bei der Feuerwehr des Bezirks. Unter strikter Befolgung eines genau ausgearbeiteten Covid-19-Präventionskonzeptes wählten 53 der insgesamt 54 Kommandanten und Stellvertreter des Bezirks (einer war gesundheitlich verhindert) ihre Kommandos auf Bezirks-, Abschnitts- und Unterabschnittsebene. Die Wahldurchgänge fanden einzeln und zeitlich gestaffelt nach Abschnitten und Unterabschnitten aus.

Überraschungen blieben aus. „Im Bezirk herrscht Harmonie. Es waren lauter fast einstimmige Ergebnisse“, freut sich Franz Spendlhofer, der zum zweiten Mal mit 48 von 53 Stimmen zum Bezirkskommandant gewählt wurde. Allerdings wird der 61-jährige Gaminger nicht mehr die gesamte Periode als Bezirkskommandant tätig sein können. Das Alterslimit bei der FF bewirkt, dass in vier Jahren neu gewählt werden muss.

Neu ist bereits jetzt Spendlhofers Stellvertreter. Alois Hochholzer (51), seit 2006 Kommandant der FF Wang und zuletzt eine Periode lang Kommandant-Stellvertreter im Abschnitt Kleines Erlauftal, folgt Andreas Kurz, der nicht mehr kandidierte.

Nachholbedarf bei Übungen und Kursen

Spendlhofer bedankt sich für seine Wiederwahl („es liegt einiges Herzblut drinnen“) und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit den Wehren des Bezirks und dem Landeskommando. „Als Bezirkskommando müssen wir für die Wehren die Infrastruktur zur Verfügung stellen. Wir sind quasi die Servicestelle für die Wehren und Abschnitte“, betont Franz Spendlhofer. Beim Blick auf die Bilanz des Jahres 2020 sieht er vor allem drei Aufgaben auf die FF-Funktionäre in den kommenden Wochen und Monaten. „Corona hat die FF sehr in Mitleidenschaft gezogen. Vor allem Übungen und Schulungen und damit die Kameradschaftspflege kamen und kommen im Vorjahr und auch aktuell noch zu kurz“, weiß Spendlhofer. Daher sei es umso wichtiger, zum einen vor allem das berühmte eine „Mitteldrittel der FF-Mitglieder“ zu motivieren, damit dieses nicht wegbricht. Das zweite Hauptaugenmerk müsse auf der Übungs- und Schulungstätigkeit liegen. Da gäbe es einiges an Rückstau, „Wir müssen gemeinsam versuchen, den bestmöglich abzuarbeiten. Das wird nicht leicht“, warnt Spendlhofer angesichts der viele ausgefallenen und aufgeschobenen Kurse und Module der vergangenen Monate. Zu guter Letzt müsse 2021, sobald als möglich, auch wieder verstärktes Augenmerk auf gemeinsame Übungen gelegt werden. „Die Zusammenarbeit zwischen den Wehren ist bei Einsätzen gerade bei uns in der ländlichen Region enorm wichtig. Auch wenn der jüngste Großeinsatz in Purgstall gezeigt hat, dass sie bei uns gut funktioniert, dürfen wir es nicht versäumen, da rechtzeitig mit Übungen anzusetzen“, appelliert Spendlhofer.

Bei den Abschnitts- und Unterabschnittskommandos gab es im Großen Erlauftal einen regen Wechsel. Gerald Buder aus St. Anton, zuletzt zehn Jahre Stellvertreter, folgt Richard Essletzbichler als Abschnittskommandant. Heinz-Gregor Ziegler rückt als Stellvertreter nach. Bei den Unterabschnittskommandanten gibt es im Großen Erlauftal drei neue Gesichter: Markus Zulehner folgt Christian Haslinger im Unterabschnitt Purgstall, Georg Groiß Günther Dollfuss im Unterabschnitt Oberndorf und Wolfgang Moser löst Horst Fahrnberger im Unterabschnitt Scheibbs als Kommandant ab.

Im Abschnitt Kleines Erlauftal gibt es mit Andreas Hinterberger einen neuen Stellvertreter. Und im Abschnitt Ötscher-Hochkar gibt es im Unterabschnitt Gaming einen Wechsel: Bernhard Matzenberger folgt Stefan Teufel als Unterabschnittskommandant.