Grünsteidl neue Leiterin im Bildungszentrum

Die 54-jährige Gertrude Grünsteidl ist seit Freitag neue Leiterin der Fachschule Gaming und startet mit dem neuen Unterrichtskonzept „Lernbüro“ ins Schuljahr.

Christian Eplinger
Christian Eplinger Erstellt am 09. September 2017 | 05:00
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Bei der Dekretverleihung am vergangenen Freitag, von links: Personalvertreterin Elisabeth Tatzreither, die neue Schulleiterin Gertrude Grünsteidl, Landesschulinspektor Karl Friewald und die ehemalige Direktorin Daniela Fux.
Foto: Fachschule Gaming

40 Jahre lang war Daniela Fux an der Fachschule Gaming tätig. Die letzten 13 Jahre davon als Direktorin des Bildungszentrums. Seit vergangenen Donnerstag ist sie offiziell im Ruhestand, freute sich aber, am ersten Tag ihres neuen Lebensabschnittes gleich ihrer – zumindest interimistischen – Nachfolgerin gratulieren zu dürfen.

"Freu mich auf die Aufgabe"

Denn diese kommt aus der eigenen Schule: Gertrude Grünsteidl erhielt am Freitag aus den Händen von Landesschulinspektor Karl Friewald das Ernennungsdekret überreicht. Die 54-jährige gebürtige Grestnerin, die mittlerweile schon lange mit ihrer Familie in Gaming wohnt, wurde mit der Leitung des Bildungszentrums betraut.

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„Ich freue mich natürlich auf die Aufgabe, auch wenn das von mir eigentlich nicht geplant war. Aber der Wunsch aus der Kollegenschaft war so groß, dass ich dem gerne nachgekommen bin“, sagt Grünsteidl im NÖN-Gespräch.

Grünsteidl ist seit 31 Jahren an der Fachschule für Betriebs- und Haushaltsmanagement und der Schule für Sozialbetreuungsberufe im Ländlichen Raum und Green Care tätig. Von 2004 bis 2015 war sie Vorsitzende des Betriebsausschusses und ist darüber hinaus auch NÖ Fachkoordinatorin für Ernährung und Gesundheit.

31 Lehrer, 156 Schüler und 13 Bedienstete

Besondere Anliegen sind ihr ein gutes Unterrichts- und Schulklima. „Das zeichnet unsere Schule aus und das ist mir wichtig, dass wir es beibehalten“, betont Grünsteidl. Den 156 Schülern der FS Gaming will sie vor allem die Freude am Lernen sowie ein eigenverantwortliches Handeln vermitteln. „Dazu ist ein zeitgemäßer und zukunftsorientierter Unterricht nötig“, weiß die Pädagogin, die auch in der Erwachsenenbildung tätig ist.

Und so startet das engagierte 31-köpfige Lehrerteam der Fachschule (inklusive 16 Gastlehrkräften) allen Unsicherheitsfaktoren um die Zukunft der Fachschule zum Trotz mit dem neuen Unterrichtskonzept „Lernbüro“ als Ergänzung zum Lernformat „COOL“ (cooperatives, offenes Lernen) ins neue Schuljahr. „Schüler brauchen eine Unterrichtsorganisation, die es zulässt, voneinander zu lernen. Gefragt sind individuelle Stärken statt Defizitorientierung, Problemlösungsfähigkeit statt einfaches Wiedergeben von Unterricht und aktives Gestalten anstatt Befehle zu empfangen“, sagt Gertrude Grünsteidl.

Die Natur schafft besonderes Lernumfeld

Weiterhin verstärken will sie die Schule als Green Care-Ausbildungsort. „Natur als besonderes Lernumfeld im Schulalltag hat neben dem gesundheitlichen Aspekt eine besondere Bedeutung für nachhaltiges Lernen. Und gerade in unserer digitalen Welt ist die Natur als Gegengewicht für die Jugendlichen besonders wichtig“, ist Grünsteidl überzeugt.

Im Herbst wartet aber auch gleich eine weitere große Aufgabe auf die neue Schulleiterin. Zwei Tage lang ist das Bildungszentrum Schauplatz des Bundeshauswirtschafts-Award 2017, bei dem 15 Teams in drei Kategorien teilnehmen werden.