Polnisches Chopin-Fest ging in 33. Runde. Am Wochenende fand das 33. Chopin-Festival mit „polnischem Akzent“ in der Kartause Gaming statt. Die Fortsetzung folgt im nächsten Jahr.

Von Miriam Seidl. Erstellt am 17. August 2017 (05:00)
NOEN
Birgit Rigler, Doris Teufel, Clarissa Schmitz, Martina Spring, Theodor Kanitzer, Alfred Six, Yves Henry, Renate Gruber, Peter Bruckner, Conny Daurer, Ludwig Hable und Thomas Wolter beim Empfang.

Mit dem feierlichen Einzug des Gaminger Musikvereins und der Lackenhofer Goldhaubengruppe in den Prälatenhof ging am Freitag das Chopin-Festival – „eines der schönsten und stimmungsvollsten Festivals der klassischen und romantischen Musik“ – in seine 33. Runde.

Ganz im Zeichen der Gastregion Schlesien und der Stadt Zabrze wirkte das traditionelle Tanz- und Gesangsensemble „Mały Śląsk“ bei der Eröffnung mit. Das Eröffnungskonzert, gestaltet vom – ebenfalls schlesischen – Symphonieorchester der Philharmonie Zabrze unter der Leitung von Sławomir Chrzanowski, und besonders die Darbietungen des Französischen Starpianisten Yves Henry rissen die Zuhörer zu wahren Begeisterungsstürmen hin.

Gemäß der Ankündigung von Intendanten Theodor Kanitzer waren „herausragende musikalische Darbietungen im wundervollen Ambiente des Ötscherlandes“ zu hören – auch der kurzfristige Ausfall von Starpianisten Janusz Olejniczak konnte aufgrund der hochkarätigen internationalen Ensembles und Solisten gut verkraftet werden. Der „polnische Akzent“ des diesjährigen Festivals stellte die musikalische Vielfalt von Chopins Heimat – von traditionellen, über Jazz-Ensembles bis hin zu herausragenden Symphonieorchestern – in den Fokus und sorgte mit Sicherheit für einige neue Polen-Fans unter den Festival-Gästen.

„Es ist sehr gut gelaufen, von den Besucherzahlen her und vor allem künstlerisch“, resümierte die Internationale Chopin Gesellschaft am Sonntag. Die Konzerte, allen voran das Eröffnungskonzert am Freitag, das Dinnerkonzert und Nocturno am Samstag, waren ausverkauft.