Schulschluss am Caritas Bildungszentrum

Die ersten Jahrgänge von drei verschiedenen Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialbereich konnten am Caritas Schulstandort in Gaming das erste Schuljahr erfolgreich abschließen.

Redaktion NÖN.at Erstellt am 01. Juli 2021 | 14:53

Neben einer Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) und einer Fachschule für Sozialberufe (FSB) wird in Zusammenarbeit mit dem Bildungscampus Mostviertel auch eine 5-jährige Höhere Lehranstalt für Sozialbetreuung und Pflege (HLSP) angeboten. 

Bei der heutigen Pressekonferenz im Caritas Bildungszentrums für Gesundheits- und Sozialberufe in Gaming, betonten Sektionschefin Doris Wagner vom Bildungsministerium, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Bildungsdirektor Johann Heuras und Caritasdirektor Hannes Ziselsberger die Wichtigkeit einer zeitgemäßen und attraktiven Ausbildung im Bereich von Sozialbetreuung.

„Die Caritas Schulen für Gesundheits- und Sozialberufe sind die richtige Antwort auf den Fachkräftemangel und führen Schüler*innen in unterschiedlichen Ausbildungswegen hin zum Sozialberuf“, ist Caritasdirektor Hannes Ziselsberger überzeugt. „Sozialbetreuung ist ein wichtiges Berufsbild, um die kommenden Anforderungen in den Aufgabenbereichen der Altenbetreuung – sowohl im stationären Langzeitpflegebereich, als auch in der mobilen Hauskrankenhilfe – der Behindertenbetreuung oder der Familienhilfe erfüllen zu können.“

Der Caritasdirektor dankte allen Partnerinnen und Partnern, die das Ausbildungsangebot an diesem BIGS-Standort in Gaming möglich gemacht haben – allen voran dem Bildungsministerium, dem Land NÖ, der Bildungsdirektion NÖ und dem Bildungscampus Mostviertel.

„In der Berufsbildung ist es für das Bildungsministerium wichtig, immer „am Puls der Zeit“ zu sein. Mit der Höheren Lehranstalt für Sozialbetreuung und Pflege wurde eine wichtige neue Schulform im Gesundheitsbereich geschaffen, die Schülerinnen und Schülern zusätzlich zur Reife- und Diplomprüfung auch gefragte berufliche Qualifikationen für den zukünftigen Arbeitsmarkt bietet“, betont Sektionschefin Doris Wagner.

„Mit dem Ende dieser Woche beginnen nicht nur die Sommerferien 2021, es endet auch wieder ein besonders außergewöhnliches, von der Coronapandemie geprägtes, Bildungsjahr für unsere rund 190.000 Schülerinnen und Schüler in Niederösterreich. Es macht mich stolz, dass wir dieses fordernde Schuljahr, das erste hier im Bildungszentrum, in Gaming beschließen. Wir haben hier gemeinsam ein absolut notwendiges Vorreiterprojekt für ganz Österreich für den Bereich der Pflege und Betreuung geschaffen. Dieses Schuljahr war erneut deutlich vom Distance-Learning geprägt. Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir den Präsenzunterricht aber stets länger aufrechterhalten – was vor allem den Testungen, den eingespielten pädagogischen Teams, deren Impfbereitschaft und der Bereitschaft der Lehrkräfte, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler die Maßnahmen weiter verantwortungsbewusst mitzutragen, zu verdanken ist. Seit Beginn dieses Semesters wurden in den niederösterreichischen Schulen 6,14 Millionen Tests durchgeführt. Damit konnten 2.474 positive Personen in unseren Schulen erkannt werden. Zu unserem Sicherheitsnetz gehören aber auch noch zusätzliche Verdachtsfallabklärungen durch mobile Testteams, die bei Bedarf von den Schulen angefordert werden können. Sie haben heuer insgesamt 15.350 Proben ausgewertet“, so Bildungs- und Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

„Das Schuljahr 2020/21 war ein besonderes und ein für alle Beteiligten sehr herausforderndes Jahr. Das System Schule hat aber einmal mehr bewiesen, dass es sehr flexibel und sehr professionell agiert und sich sehr schnell auf besondere Herausforderungen einstellen kann. Es freut mich daher sehr, dass die Schulerfolge auch in diesem besonderen Jahr sehr erfreulich waren. So haben fast 65 Prozent der Volksschülerinnen und -schüler die AHS-Reife geschafft, 38,5 Prozent der Mittelschülerinnen und Mittelschüler haben mit ausgezeichnetem oder gutem Erfolg abgeschnitten, bei den AHS–Schülerinnen und -schülern waren es über 58 Prozent und bei den BMHS–Schülerinnen und -schülern immerhin über 30 Prozent“, so Bildungsdirektor Johann Heuras.

Die Direktorin des BIGS Gaming, Barbara Heigl freut sich über ein erfolgreiches und lehrreiches erstes Schuljahr in Gaming: „Unsere Schüler*innen haben es trotz der herausfordernden Umstände geschafft, erste Grundlagen für ihren späteren Beruf zu erlernen. Sie haben Verantwortung übernommen und Praktika in Sozialbetreuungs- und Pflegeeinrichtungen absolviert und dadurch auch mitgeholfen das System aufrecht zu erhalten.“